Hintergrund:
Die Acrylamidverordnung soll die gesundheitliche Gefährdung bei der Verarbeitung von Lebensmitteln reduzieren. Acrylamid entsteht beim Rösten, Backen, Braten oder Frittieren vor allem bei besonders stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln und Mehl sowie Kaffee. In Tierversuchen wurde ein erhöhtes Krebsrisiko durch den Stoff nachgewiesen. Ziel der Verordnung ist es, dass Unternehmer geeignete Maßnahmen ergreifen, um beim Garen möglichst wenig Acrylamid entstehen zu lassen.
Die neuen Regeln richten sich in erster Linie an professionelle Lebensmittelhersteller und -verarbeiter. So wird zum Beispiel vorgegeben, Kartoffelsorten mit wenig Stärke zu verwenden und Pommes vor dem Frittieren einzuweichen oder zu blanchieren, um die Stärke auszuwaschen.

Aktueller Stand:
Die EU wird einen Guideline veröffentlichen, in dem einige Vorgaben der Verordnung konkretisiert werden. So gelten die zu ergreifenden Maßnahmen (zum Beispiel die Verwendung von kalibrierten Fritteusen, die mit computergesteuerten Schaltuhren ausgerüstet sind oder Probe- und Analysemaßnahmen inklusive der Dokumentationspflichten) nur für Serving Europe Mitglieder (z.B. Burger King, Mc Donald‘s).