Bild: Münchener Boulevard Möbel

In zehn Jahren Forschungsarbeit wurde der Werkstoff entwickelt und besteht zu 60 Prozent aus Reishülsen, 22 Prozent Steinsalz und etwa 18 Prozent Mineralöl. Resysta ist optisch und haptisch mit Echtholz nahezu identisch.

Nach der erfolgreichen Einführung der ersten Resysta-Möbelgeneration im letzten Jahr erweitert das Unternehmen jetzt seine Kollektion um drei Neuheiten: von Dining-Tischen und -Stühlen über Lounge-Möbel bis hin zu Relax-Liegen.

Das Material sieht nicht nur aus wie sein natürliches Tropenholz-Vorbild, es fühlt sich auch so an, versichert der Hersteller – und verschont dabei den Regenwald. Alle Möbel sind extrem pflegeleicht und witterungsbeständig.

So wurde zum Beispiel der Gartenstuhl „Brazil“ im ursprünglichen Landhausstil neu aufgelegt. Neben dem schwarz lackierten Eisengestell gibt es ihn nun erstmals auch in poliertem Edelstahl. In beiden Varianten ist „Brazil“ als Stuhl oder als Sessel mit verspielt geschwungenen Armlehen erhältlich.

Passende Tische gibt es mit runder, quadratischer oder rechteckiger Resysta- Platte. Alle Modelle lassen sich platzsparend zusammenklappen. Der Einsatzbereich von Resysta wird in diesem Jahr außerdem mit „Resysta Flooring“ um die Möglichkeit des Bodenbelags erweitert.

Gerade im Nass- und Außenbereich kommen die Eigenschaften des Materials zum Tragen. Anders als bisherige Bodenmaterialien ist Resysta Flooring zu 100 Prozent holzfrei. Dabei lässt es sich aber exakt wie Holz verarbeiten: schneiden, schleifen, lackieren, ölen und verkleben.

Es soll sehr pflegeleicht und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Schnee oder Hagel sein. Der Hersteller gewährt 15 Jahre Garantie darauf, dass es weder quillt, reißt, splittert oder verrottet.

3 Fragen an Roland Stoiber

Der Leiter Export und Marketing der Münchener Boulevard Möbel GmbH fasst die Vorteile von „Resysta“ zusammen.

gastgewerbe-Magazin: Sie nennen Resysta „das bessere Holz“. Können Sie uns die Vorteile kurz skizzieren?
Roland Stoiber: Resysta sieht aus wie Holz und fühlt sich genauso an. Dieses Material lässt sich auch verarbeiten wie Holz und ist dabei zu 100 Prozent holzfrei. Die Vorteile gegenüber Holz bestehen darin, dass Resysta kein Splittern und keinen Schimmel- oder Schädlingsbefall zulässt und absolut resistent gegen Wasser ist – und das alles bei sehr geringem Pflegeaufwand. Hinzu kommt, dass Produkte aus Resysta eine besonders lange Lebensdauer haben.

Ist Resysta ein Naturprodukt – oder ein Kunststoff?
Resysta ist ein neuer Werkstoff. Wenn man die Hauptbestandteile betrachtet, ist es wohl eher ein Naturprodukt: 60 Prozent Reisschalen, 22 Prozent Steinsalz, 18 Prozent Mineralöl. Mit dieser Zusammensetzung stellt Resysta eine Weltneuheit dar, mit der wir langfristig das bedrohte Tropenholz als Rohstoff für Outdoor-Anwendungen ersetzen möchten. Im vergangenen Jahr hat die Münchener Boulevard Möbel GmbH die Verarbeitung von Tropenholz komplett eingestellt. Seitdem setzen wir ausschließlich auf umweltfreundliche Materialien, allen voran auf Resysta.

Wo konnten Sie das Material bereits in der Gastronomie und Hotellerie einsetzen?
Resysta wurde 2008 mit der ersten Möbelkollektion dem Markt vorgestellt. 2009 folgten die zweite Möbelgeneration mit vielen verschiedenen Linien und vor allem die Bodendielen aus dem neuen Material, Resysta Flooring. Inzwischen haben wir eine sehr repräsentative Liste von Referenzobjekten, die wir mit Möbeln beziehungsweise Bodendielen aus Resysta ausgestattet haben. Dazu gehören das neue Royal Spa Kitzbühel, das Grand Resort Bad Ragaz in der östlichen Schweiz oder das Wellness Resort Quellenhof bei Meran.