Die Schweinegrippe hat das Hygieneverhalten der Menschen verändert. Es wird mehr Wert auf eine hygienische Handreinigung gelegt und eine bessere Hygiene in öffentlichen Bereichen gefordert. Schon zum zweiten Mal hat SCA Menschen in neun Ländern zur ihrer Einstellung und ihrem Verhalten in Sachen Hygiene und Gesundheit befragt.

Die Ergebnisse fasst der „Hygienebericht 2010“ zusammen und zeigt, dass sich nach der Schweinegrippe viele Deutsche häufiger über Hygiene Gedanken machen als zuvor. Im Bereich der öffentlichen Toiletten sind die Sorgen am größten, besonders in Deutschland. Ähnliches gilt für andere öffentliche Bereiche mit großem Publikumsverkehr.

Marc Münch verantwortet als Produktmanager die Waschraumprodukte von Tork. Er stellte sich unseren Fragen zur Hygiene in Hotellerie und Gastronomie. Foto: SCA

gastgewerbe-Magazin: Sie haben soeben Ihren Hygienebericht 2010 veröffentlicht. Was waren für Sie die bemerkenswertesten Ergebnisse?
MarcMünch: Besonders bemerkenswert an der groß angelegten Umfrage ist, dass die die H1N1-Pandemie, die sogenannte Schweinegrippe, 2009/2010 das Hygienebewusstsein der Menschen messbar beeinflusst hat. 60 Prozent der Deutschen denken seitdem nicht nur häufiger über Hygiene nach, sie achten auch auf das eigene Verhalten – und neun von zehn Deutschen waschen ihre Hände jetzt häufiger. Drei von zehn verwenden mehr antibakterielle Seife, sechs von zehn sind vorsichtiger beim Kontakt mit anderen Menschen.

Gepflegte Waschräume gelten als die Visitenkarte eines gastronomischen Betriebs. Sauberkeit ist also höchstes Gebot. Wie viel Wert aber legen die Gäste Ihrer Meinung nach wirklich auf 100 %-ige Hygiene?
Wenn Funktionalität, Hygiene und Design stimmen, wird ein Waschraum wirklich zur Visitenkarte des ganzen Hauses – und Waschraumbetreiber sollten damit rechnen, dass alle Gäste Wert auf 100 Prozent Hygiene legen. Wie die SCA-Hygienestudie 2010 ja zeigt, ist das Bewusstsein der Menschen für Hygiene geschärft, gerade in öffentlich zugänglichen Waschräumen. Hygiene steigert also das Wohlbefinden – und ein gut eingerichteter und gepflegter Waschraum kann seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Gäste wohlfühlen. Was bedeutet nun „gut eingerichtet“? Dazu zählen gut funktionierende, hygienische Spendersysteme, die der Benutzer-Frequenz des Waschraums angepasst sind, und Papierhandtuch-Systeme, die eine hygienische Entnahme ermöglichen: Bei der Blattentnahme wird immer nur das aktuell benötigte Blatt berührt – weder eines der anderen Blätter noch der Spender selbst – dies verhindert eine Kreuzkontamination. Gleiches gilt für die Toilettenpapierspender. Besonders wichtig sind Seifenspender mit einer Flüssigseife, die über eine hohe Waschkraft verfügt, und Abfallbehälter. So landen gebrauchte Handtücher nicht auf dem Fußboden. Übrigens ist der Raumduft ein nicht zu unterschätzender Aspekt im Waschraum. Er kann noch so sauber sein: Übler Geruch, der sich in einem Waschraum nicht immer vermeiden lässt, führt zu einem unangenehmen, unhygienischen Eindruck, den der Besucher meistens auf das ganze Haus überträgt. Deshalb empfehlen sich Lufterfrischersysteme. Und natürlich heißt „gut eingerichtet“ auch „gut gestaltet“. Tork hat zum Beispiel die Spenderlinie Tork Elevation vom schwedischen Produktdesigner Thomas Meyerhoffer gestalten lassen – und erhielt 2009 mehrere Designpreise, zum Beispiel red Dot und iF Design Award.

Was kann man tun, um das Bewusstsein der Hoteliers und Gastronomen auch in dieser Hinsicht zu schärfen?
Hygiene hat in der Gastronomie oberste Priorität und führt außerdem zu zufriedenen Gästen. Ich glaube, das Bewusstsein der Hoteliers und Gastronomen ist seit der Pandemie in 2009 geschärft worden, wir bemühen uns dennoch darum, mit Hilfe von speziellen Unterlagen und Informationsmaterialien weiter für das Thema Hygiene und dessen Wichtigkeit zu sensibilisieren. Das Thema Hygiene muss immer oberste Priorität haben und darf nie vernachlässigt werden. Dabei geht es natürlich auch darum, den Verantwortlichen die Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern. Tork-Systeme unterstützen die Hygiene, ohne dass Hoteliers und Gastronome mehr Arbeit haben, und sparen durch ihre Effizienz außerdem bares Geld.

Im Bereich öffentlicher Toiletten hat sich ein deutlich gesteigertes Hygiene-Bewusstsein entwickelt. Foto: SCA

Wie sieht das konkret aus?
Um einen Waschraum hygienisch und funktional einzurichten, muss er nicht komplett renoviert werden. Oft reicht es, veraltete Spender gegen moderne, hygienische und funktionale Systeme auszutauschen. Und auch das muss nicht teuer sein. Wir stellen zum Beispiel über das Tork-Leihspenderprogramm „KeyCareTM“ viele unserer Spender kostenlos leihweise zur Verfügung. Das kostet Hoteliers und Gastronomen keinen Cent Investition in Spendersysteme.
Arbeitserleichterung ist in vielen Einzelprozessen möglich – das fängt bei der Montage an. Bei der Tork Elevation oder Tork Performance Spenderlinie zum Beispiel ist sie meistens ohne zusätzliche Löcher in der Wand möglich. Die Qualität der Papierhandtücher spielt ebenfalls eine große Rolle, denn hochwertiges Papier ist saugfähiger und senkt den Verbrauch. Von unserem Tork Premium Handtuchpapier trocknen zum Beispiel schon ein bis maximal zwei Blatt die Hände – von herkömmlichem Krepp- oder Tissuepapier ist mehr nötig. Rollenhandtuchsysteme garantieren mit ihrem Selbstschneidemechanismus eine hygienische Einzelblattentnahme und lange Nachfüllintervalle aufgrund ihrer hohen Kapazität. Auch die Falzung spielt eine Rolle, denn Interfold- und Zickzack-Falzung stellen sicher, dass den Benutzern immer ein frisches Tuch zur Verfügung steht – beides sind sehr hygienische und wirtschaftliche Lösungen. Die traditionelle Lagenfalzung, immer noch weit verbreitet, hat den Nachteil, dass der Spender oft mehr Papierhandtücher abgibt als eigentlich benötigt werden. Das führt zu stärkerem Verbrauch und kürzeren Nachfüllintervallen.

Bieten Sie auch eine Beratung in Sachen „hygienische Waschraum-Konzepte“ an?
Ja, natürlich. Unser Außendienst analysiert gemeinsam mit den Kunden in Hotellerie und Gastronomie die Ist-Situation und betreut jeden Kunden ganz individuell vor Ort. Unsere Außendienst-Kollegen können in allen Fragen der Waschraumhygiene sachkundig und erfolgreich beraten. Das gilt natürlich auch für unsere Handelspartner, mit denen wir sehr eng und sehr erfolgreich zusammenarbeiten.

Und wer benötigt Ihrer Meinung nach was? Das kleine Bistro hat ja sicher andere Anforderungen als beispielsweise die gehobene Hotellerie…
Das stimmt, und deshalb ist das Sortiment von Tork auch so breit aufgestellt. Wir bieten für die verschiedenen Einsatzbereiche Systeme an, die nochmals nach Frequentierung differenziert sind. Für Waschräume führen wir zum Beispiel das T1 Jumbo-Rollen Toilettenpapier-System für hohe Frequenz der Toiletten, das T6 Compact System bei niedriger bzw. mittlerer Frequenz. Bei Handtüchern führen wir zum Beispiel das H1 Rollenhandtuch System für hohe oder das H2 Interfoldsystem Mini für niedrige Frequentierung. Auch unsere Seifensysteme sind je nach Waschraumfrequentierung unterschiedlich einsetzbar: So führen wir das S1 Flüssigseifen System für hohe und das S2 Flüssigseifen Mini System für niedrige Frequentierung. Die Interfold-Servietten für den Gastraum können je nach Bedarf des Betriebs durch größere oder kleinere Spender abgegeben werden. Das gilt genauso bei unserem Wischtuchangebot für Küchen: Das M2 Innenabrollung System eignet sich für Küchen mit hohem Reinigungsbedarf, das M1  Innenabrollung Mini System für kleinere Küchen. Das neue W4 System ist für alle Größen geeignet. Hygienische Einzelblattentnahme So kommen die klassischen Tork Vorteile Unternehmen jeder Größe voll zugute.