Doch ist das heute in der Hotellerie und Gastronomie bereits Alltag? „Sicher gibt es noch immer Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe, in denen nur mit Bargeld bezahlt werden kann“, erklärt Panagiotis Karasavvoglou, Executive Director Country Head Germany von SIX Payment Services. „Doch die überwiegende Mehrheit akzeptiert inzwischen die wichtigsten Kredit- und Debit-Karten. Was die Verrechnung in der Heimwährung des Gastes betrifft – wir sprechen hier von Dynamic Currency Conversion oder ,DCC‘ – ist das noch weit weniger verbreitet. Nur ein geringer Anteil der Gastbetriebe nutzen DCC, auch weil der Dienst nicht bei jedem Anbieter verfügbar ist. DCC schafft Transparenz für den Gast, der beim Bezahlen den Rechnungsbetrag nicht im Kopf umrechnen muss. Der Gastgeber profitiert ebenfalls, denn er erhält den DCC-Kickback, sein Kartendisagio-Satz sinkt.“

Ein absoluter Mehrwert

Es lohne sich, seiner Meinung nach, den Aspekt der „bequemen“ Bezahllösung genauer anzusehen, denn dieser gehe weit über eine Kartenzahlung hinaus. „Integrierte Branchenlösungen machen Gast wie Gastgeber das Leben so einfach wie möglich. Besonders in Hotels nehmen Gäste ja unterschiedlichste Leistungen und Zusatzangebote in Anspruch – und das nicht an der Rezeption, an der oft das einzige Kartengerät steht, sondern auf dem Zimmer, im Wellness-Bereich, im Restaurant usw. In überraschend vielen Hotels wird noch heute versucht, die überall im Haus erbrachten Leistungen per ,Zettelwirtschaft‘ nachzuvollziehen.

Ein fehlerbehafteter und auch für den Kunden wie auch das Personal zeitraubender Ansatz“, wie Panagiotis Karasavvoglou findet. „Moderne Bezahlsysteme sind gefragt, mit denen sich alle Vorgänge elektronisch aufzeichnen und zentral sammeln lassen. Hier gibt es auch die Möglichkeit, schon die Reservierungssysteme mit einzubinden, so dass von Anfang an alle abrechnungsrelevanten Daten auch im Kassensystem erfasst sind. Das ist komfortabel für den Kunden und beschleunigt den Check-Out. Auch Schnittstellen zu Anwendungen für E-Commerce und Online-Buchungen sind möglich und machen ein Bezahlsystem zu einer umfassenden Online-Lösung für die Gastronomie.“

Sicherheitsstandards erfüllen

Foto: SIX Payment Services

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Doch auf welche Entwicklungen müssen sich Gastronomen und Hoteliers einstellen, um die Bedürfnisse ihrer Kunden aber gleichzeitig auch neueste Sicherheitsstandards zu erfüllen? „Eine wichtige Angelegenheit ist die Erfüllung der neuen Anforderungen an alle Unternehmen, die Debit- und Kreditkartentransaktionen digital vornehmen. Diese sind im Zusammenhang mit dem aktualisierten Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) definiert und mussten bis Ende 2013 umgesetzt sein. PCI wird von allen großen Kreditkartenfirmen getragen – Visa, Mastercard und American Express – und schreibt unter anderem die Installation und Pflege einer Firewall, die regelmäßige Änderung von Passwörtern, die Verschlüsselung von Zahlungsdaten in öffentlichen Netzen, ein Rechtemanagement und generelle IT-Richtlinien vor“, erklärt Panagiotis Karasavvoglou.

„Eine effiziente Möglichkeit für das Gastgewerbe, die Zertifizierungspflicht in Zukunft zu vermeiden, ist es, den vollständigen Zahlungsvorgang an einen Zahlungsabwickler mit PCI-DSS-Zertifizierung wie SIX Payment Services auszulagern.“ Die Bezahlung über moderne, integrierte Kartensysteme bietet einen höheren Komfort und mehr Sicherheit als der klassische, isolierte Front-Desk-Ansatz (PMS). Bei letzterem müssen Kartenzahlungen über mobile Zahlungsterminals beispielsweise vor Kassenabschluss manuell mit den Kartenumsätzen abgeglichen werden.

Das kostet Zeit und ist eine beständige Fehlerquelle. In modernen Kartensystemen fließen alle Infos zusammen: Aus Online-Reservierung beziehungsweise Buchungsprozess, aus dem Restaurant, Zimmer, Sport- und Wellnessbereich, der Bar und von allen anderen Zusatzangeboten. SIX Payment Services hat diesbezüglich für die Gastrobranche „3CIntegra“ entwickelt: Dabei handelt es sich um eine voll integrierte Kartenzahlungslösung, die mit den führenden Property Management Systemen beziehungsweise Point of Sale-Systemen integriert ist. Letztere sorgen dank Chip & PIN-Technologie auf hochmodernen Terminals für Sicherheit und wirken dem Kartenmissbrauch entgegen. Die Lösung optimiert vor allem Vorgänge an der Rezeption.

Kosten und Zeit einsparen

Beim DCC-Kickback ist es so: Bei 100 ausländischen Gästen im Monat, die alle einen Betrag von etwa 100 Euro in ihrer Währung bezahlen möchten, reduziert das die Kosten des Hoteliers um 100 Euro. Zudem müssen sich Gastronomie- und Hotelleriebetriebe überlegen, wie viel Zeit sie mit einem modernen Bezahlsystem einsparen können. Werden alle Leistungen, die ein Gast bezieht, einfach im System gesammelt, automatisiert zusammengeführt und hochtransparent auf der Schlussrechnung ausgewiesen, entfallen im Jahr viele Tage bei der manuellen Administrationsarbeit. Kunden, die  eine fehlerfreie und voll aufgeschlüsselte Abrechnung erhalten, kommen auch deshalb gerne wieder. Für Firmenkunden ist das sogar eine Grundvoraussetzung – diese müssen Reise- und Übernachtungskosten abrechnen und schätzen deshalb professionelle Rechnungen ohne Auslandsgebühren ebenso wie die Möglichkeit der Zahlung in Heimatwährung (DCC).