Im Laufe dieses Gespräches bittet er um Bekanntgabe der E-Mail-Adresse, damit er Informationen zusenden könne. In der dann zugesandten Mail finden sich aus den Internetauftritten von BGN und DGUV kopierte Inhalte, verbunden mit einer Zahlungsaufforderung über netto 46,48 Euro. In einem Fall erhielt ein Gasthaus ein „Betriebssicherheitspaket“ per Nachnahme zum Preis von 61,48 Euro.

Nach Recherchen der BGN ist der Anbieter unseriös: Er firmiert unter der Bezeichnung „Frank Smith Marketingsolution LLC Washington Street 305 Berlin MD 21811“, wobei es sich nicht um die deutsche Hauptstadt, sondern um ein kleines Städtchen im US-Bundesland Maryland handelt. Der „Firmensitz“ befindet sich anscheinend in einem seit 2009 zum Verkauf stehenden hellblauen Wellblech-Lagerhaus. Versand und Rechnungsstellung erfolgen dann von einem Mailing- und Versandunternehmen aus Schwerin, das angeblich im Auftrag einer Firma A.S.G.P. Ltd. mit Sitz im Birmingham handelt. Diese Firma wurde jedoch schon im Jahre 2012 aufgelöst und gelöscht, wie der DEHOGA Bundesverband mitteilt.

Die BGN weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Leistungen und Angebote der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe in der Regel kostenlos und bereits im Mitgliedsbeitrag enthalten sind. In keinem Fall rufe man Mitgliedsbetriebe an und verkaufe Produkte oder Dienstleistungen per Telefon.