„Immer öfter werden Mitarbeiter an der Rezeption Opfer von Raubüberfällen. Nach wie vor scheuen sich aber Hotelbetreiber, Überwachungskameras in der Lobby, an der Rezeption und in den Hotelfluren zu installieren. Dabei ist dies nach dem Bundesdatenschutzgesetz erlaubt.“ Darauf weist der Hotel-Sicherheitsexperte Ulrich Jander hin. „Die Überwachung durch Videokameras in öffentlichen Räumen ist durch Paragraph 6d des Bundesdatenschutzgesetzes geregelt. Darin wird unter anderem festgelegt, dass eine Videoüberwachung kenntlich gemacht werden muss, das heißt, Gäste und Mitarbeiter sind darauf hinzuweisen.“

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(Foto: iStockphoto.com/ © flik47 )

Ausdrücklich seien Kameras an Stellen erlaubt, sofern sie zur „Abwehr von Gefahren für die staatliche und öffentliche Sicherheit sowie zur Verfolgung von Straftaten“ dienen. Dies bedeute, auch die Videoüberwachung der Rezeption ist erlaubt, allerdings nur mit Einschränkungen. „Werden Hotelmitarbeiter dauerhaft in den Aufzeichnungen erfasst, gelten besondere Regelungen: Die Überwachungsmaßnahmen dürfen nicht zu Leistungskontrollen der Beschäftigten verwendet werden. Heimliche Videoaufzeichnungen sind nicht erlaubt. Viele Gäste – gerade Geschäftsleute – ziehen es vor, in Hotels mit Videoüberwachung abzusteigen, da man sich sicher fühlt“, berichtet Ulrich Jander.

Er rät dazu, professionelle Kameras mit HD-Auflösung einzusetzen. Sogenannte Dummy-Kameras, die nur blinken, aber nichts aufzeichnen, würden von Ganoven oft gleich erkannt. Im Gespräch mit GASTGEWERBE-MAGAZIN gibt er Tipps zum Thema Videoüberwachung in Hotels.

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