328 Zimmer, davon 40 Suiten bis zu einer Größe von 175 Quadratmeter, ein Restaurant, Schwimmbad und Saunen, 30 Tagungsräume sowie Veranstaltungskapazitäten für fast 6000 Gäste – schon allein durch die Ausmaße des Maritim Hotel & Internationalen Congress Centers Dresden haben die Sicherheitsverantwortlichen alle Hände voll zu tun.

Und zu diesen Sicherheitsaspekten gehört auch der umfassende Brandschutz – nichts ist wichtiger, als Gäste und Mitarbeiter in einer solchen Gefahrensituation schnell und effizient darauf aufmerksam zu machen und in Sicherheit zu bringen und das Unternehmen generell vor dem Schlimmsten zu bewahren. Dass man Brände nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, zeigen aktuelle Zahlen: Rund 400 Menschen bezahlen die durchschnittlich 500.000 Brände in Deutschland im Jahr mit ihrem Leben, etwa 6000 überleben mit schweren Verletzungen.

„Brandschutz ist nicht nur wichtig – er ist überlebenswichtig. Wenn die Verantwortlichen keine entsprechende Vorsorge treffen, damit ein Feuer direkt in seinem Entstehungsstadium erkannt und effektiv bekämpft wird, entfacht es extrem schnell eine unglaubliche Zerstörungskraft. Hier kommt es auf das Zusammenwirken von Technik und geschulten Mitarbeitern an“, sagt Daniel Klinkicht, Technischer Leiter des Hotels, und Ralf Henkler, Prüfsachverständiger von VdS Schadenverhütung, der die Brandschutzanlagen abgenommen hat, fügt hinzu: „Das Thema Brandschutz ist nicht nur hier von großer Bedeutung. In deutschen Unternehmen brennt es alle fünf Minuten, wie unsere Partner vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bestätigen. Die volkswirtschaftlichen Schäden liegen jedes Jahr aufs Neue in der Größenordnung von sechs Milliarden.“

Ein ganz typischer Auslöser der häufigen Brände seien Defekte in der Elektrik. In Serverräumen, Trafo- und Elektroräumen und sogar in den überall vorhandenen Elektroinstallationen, zum Beispiel in Zwischendecken, könne wegen alterndem Material, sinkenden Produktqualitäten oder Installationsfehlern ein Brand niemals ausgeschlossen werden.

Ein Brand kann schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen haben, betont Fachmann Henkler und weist auf den Umstand hin, dass 43 Prozent der von einem Brand betroffenen Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Auch Daniel Klinkicht ist sich den negativen Folgen eines Brandes im Maritim Hotel Dresden bewusst. „Gerade unser Hotel oder unser angeschlossenes Kongresszentrum haben dann nicht allein mit den Sachschäden zu kämpfen.“ Das bestätigt Roger Hoffmann, als Geschäftsführer von HT Protect Errichter der vorhandenen Löschanlagentechnik: „Die Image- und Kundenverluste, weil Räume nach einem Brand oft auf lange Zeit nicht mehr nutzbar sind, sind kaum in Zahlen zu fassen. Solche Risiken sind zudem auch nicht versicherbar. Hierdurch sind die betroffenen Unternehmen noch sehr viel schlimmer gefährdet als durch die reinen Feuerverwüstungen.“

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