1. Bayerischer Gastgebertag

1. Bayerischer Gastgebertag (Foto: Andreas Türk)

Inselkammer forderte von der Politik eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, weniger Bürokratie, damit mehr selbstverantworltiches Handeln möglich wird, sowie faire Wettbewerbsbedingungen. An die zahlreich anwesenden Politiker gewandt sagte sie: „Es muss endlich etwas bei uns ankommen.“ Die Zeit des Redens sei vorbei, jetzt müsse gehandelt werden. Die Forderungen des Gastgewerbes unterstrich auch Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes, in seiner Rede.

Ehrengast beim Bayerischen Gastgebertag im Kurzentrum in Bad Kissingen war der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder. Dieser stellte sich klar und deutlich auf die Seite der Branche und versprach, sich für weniger Bürokratie einzusetzen. Zugleich forderte er „fundamentale Änderungen“ bei den Dokumentationspflichten. Er wolle für einen Richtungs- und Gesinnungswechsel bei Kontrollen einteten. „Einzelne schwarze Schafe dürften nicht die Richtung der Überprüfungen bestimmen“, so Söder. Hinsichtlich der unterschiedlichen Besteuerung von Essen gab Söder zu, dass Wirte eindeutig benachteiligt seie. Zugleich vermutete er aber, dass Änderungen auf diesem Gebiet bei anderen Parteien auf wenig Zustimmung stoßen dürften.
Der Branchentag, zu dem rund 600 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Bayern gekommen waren, bot noch viel mehr. In zwei Talkrunden wurden sowohl Erfolgskonzepte vorgestellt als auch die politischen Themen mit Landtagsabgeordneten diskutiert. Bei einer kleinen Messe und in Fachvorträgen konnen sich die Teilnehmer über aktuelle Trends und Innovationen informieren.