Das Saarland hat mit knapp über drei Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 ein erfreuliches Ergebnis erreicht. Klar, dass da die Landeshauptstadt Saarbrücken in den Fokus für Hotel-Neuansiedlungen geraten ist. Gleich drei neue Hotels mit insgesamt mehr als 1000 Betten sollen in den nächsten beiden Jahren entstehen. „Die Luft für die Privathotellerie in Saarbrücken wird dünn“, erklärt Frank C. Hohrath, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Saarland: „Zwar freuen wir uns, dass der Saarland-Tourismus insgesamt wächst, allerdings haben wir mit Blick auf die zu erwartenden zusätzlichen Kapazitäten Sorge um die nachhaltige Steigerung der Übernachtungszahlen in der Landeshauptstadt. Bei gleichbleibender Auslastung, die schon jetzt mit unter 40 Prozent Bettenauslastung eher bescheiden ist, müssten „aus dem Stand“ über 100 000 Übernachtungen neu hinzukommen.“ Allein mit Geschäftsreisenden dürfte das nicht zu stemmen sein, weshalb die Präsidentin des DEHOGA Saarland, Gudrun Pink, „endlich ein Messe- und Kongresskonzept“ einfordert. Darüber hinaus müssten Industrieansiedlungen forciert und eine weitere Ausdünnung der Schienenverkehrsanbindung verhindert werden.

Gleichzeitig will der Verband seine Mitglieder unterstützen, sich zu positionieren und zu optimieren. „Wir brauchen nach wie vor eine starke Privathotellerie, die dem Gast etwas Einzigartiges bietet“, ist sich Hohrath sicher.