GASTGEWERBE MAGAZIN: Steuerberater sind immer häufiger auch betriebswirtschaftliche Berater eines Unternehmers. Welche Rolle spielt der Steuerberater konkret bei Finanzierungsfragen?

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Eckhard Pennekamp: Der Steuerberater ist für den Mandanten die zentrale Anlaufstelle in allen Finanzierungsfragen. Er unterstützt bei der Ermittlung des Finanzierungsbedarfs und beim Vergleich und neutralen Bewerten der vorgelegten Finanzierungsangebote. Zudem eruiert er alternative Gestaltungen wie Kauf, Leasing, Mietkauf etc. hinsichtlich der bilanziellen und steuerlichen Auswirkungen, denn die Folgen bei diversen  Stellschrauben sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Somit kann er dem Unternehmer in der Gesamtschau, einschließlich der Berücksichtigung von öffentlichen Fördermöglichkeiten, eine zuverlässige Entscheidungsbasis liefern. Der Steuerberater greift bei der Ermittlung und Aufbereitung der Informationen auf zuverlässige Werkzeuge und Datenbanken der Datev zu, die es ihm ermöglichen, komplexe Sachverhalte zu strukturieren und zu analysieren. So lässt sich bei großen Investitionsvolumen und den damit einhergehenden langen Laufzeiten unter Umständen viel Geld sparen.  Eine gute Beratung zahlt sich im Regelfall aus.

In Zeiten von Basel III kann es schwieriger werden, notwendige Finanzierungen zu bekommen. Wie kann der Steuerberater in solchen Fällen unterstützen?

Eine fundierte Auf- und Vorbereitung der Finanzierungsanfrage ist das A und O. Die betriebswirtschaftlichen Gründe für den Investitionsbedarf müssen  umfassend dargelegt werden. Dabei ist  für den Finanzierungsantrag eine schlüssige und stimmige Liquiditätsplanung zu erstellen. Zusätzlich sollten in Zeiten von Basel III auch alternative Finanzierungsformen betrachtet werden. Hier kann der Steuerberater als betriebswirtschaftlicher Berater professionell und fundiert unterstützen und als Impulsgeber fungieren. Besonders wichtig ist dabei die Aufbereitung des Zahlenmaterials. Dies zählt zu den Kernkompetenzen  des Steuerberaters.

Er verfügt hier in aller Regel  bereits über eine umfassende Historie der Unternehmenszahlen, die als Basis für die Planung herangezogen werden sollten. Abgerundet wird die Finanzierungsanfrage mit einem Bericht, der mit Hilfe des Einsatzes eines professionellen Planungswerkzeuges, zum Beispiel über Datev Unternehmensplanung, erstellt werden kann.

Welche weiteren Leistungen erbringt der Steuerberater in der Unternehmensfinanzierung?

Die Qualität der regelmäßig zu liefernden betriebswirtschaftlichen Unterlagen nimmt einen sehr hohen Stellenwert in einer dauerhaften Bankbeziehung ein. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind hier Schlüsselelemente. Denn mit seinen aktuellen, branchenspezifisch aufbereiteten Geschäftszahlen belegt der Unternehmer zum einen, dass er stets einen aktuellen Überblick über seinen Betrieb hat und ermöglicht  zum anderen der Bank, die Kreditentscheidung zu treffen.

Der Steuerberater hat die Möglichkeit, die Finanzbuchhaltung branchenspezifisch auszurichten. Empfehlenswert ist der Einsatz eines Kontenrahmens, mit dem die hotel- und gaststättenspezifischen Belange gemäß den gesetzlichen Anforderungen dargestellt werden. Hier kann der Steuerberater auf die Branchenpakete für Hotels und Gaststätten von Datev zurückgreifen.

Zusätzlich kann der steuerliche Berater die  Zahlen aus der Finanzbuchführung in einer branchenspezifischen betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) und einem branchenspezifischen Controllingreport aufbereiten. Anhand dieser Unterlagen erfolgt die Beratung und zusätzlich sind sie auch Basis für das Bankgespräch. Daneben kann der Steuerberater die aktuellen Branchenvergleiche aus dem Datev Rechenzentrum abrufen, denn diese liefern ebenfalls wichtige Anhaltspunkte zur Unternehmensführung – nicht nur bei der Finanzierung.

Weiterführende Informationen:

> www.datev.de/hoga

> www.datev.de/unternehmensplanung