Besonders die Toiletten wurden als wunder Punkt identifiziert. Die Ergebnisse der Umfrage tangieren Betreiber von Waschräumen quer durch alle Branchen, zeigen sie doch das immense Bedürfnis nach mehr Sauberkeit. Betreiber, die das Unwohlsein ihrer Gäste nicht als Hygiene-Hysterie abtun, können hier schnell und einfach mit ihrem Service punkten.
Eintausend Teilnehmer wurden unter anderem dazu befragt, welche Hygienemaßnahmen sie sich für öffentliche Waschräume am meisten wünschen würden. Zur Auswahl standen eine Desinfektionsmöglichkeit der Toilettenbrille, ein Duftspender, Ersatztoilettenpapier oder eine Box für Hygieneabfälle beziehungsweise ein Mülleimer.

Frauen verlangen die keimfreie Toilettenbrille
Als Hauptursache des Unwohlseins in öffentlichen Waschräumen gab sich die Toilette zu erkennen. Ganze 83 Prozent der Befragten vermissen sehr häufig bis häufig eine Möglichkeit zur Desinfektion der Toilettenbrille. Deutsche und Italiener sehen hier eine besonders hohe Priorität: In beiden Ländern war die desinfizierende Spezialreinigung nahezu allen Befragten (jeweils 91 Prozent) wichtig und sehr wichtig. Vor allem Frauen fühlen sich mit einer desinfizierten Toilettenbrille weitaus wohler (89 Prozent), wohingegen nur 80 Prozent der Männer angaben, dass die Desinfektion ihnen wichtig beziehungsweise sehr wichtig sei.
Betreiber von Waschräumen sollten diese Erkenntnis ernst nehmen, denn der Besucher schließt von der Hygiene im Waschraum auf andere Bereiche wie die Gastronomie. Einkaufszentren, Hotels und Restaurants, aber auch Flughäfen, Bahnhöfe und Raststätten können sich dem Wohlwollen ihrer Gäste sicher sein, wenn sie ihre Waschräume entsprechend ausstatten.

Ein teures Nest für die Toilettenbrille
Nur ein Viertel aller Umfrageteilnehmer hat kein Problem damit, sich auf eine Toilettenbrille im öffentlichen Raum zu setzen. Hingegen setzen sich 36 Prozent der Befragten niemals hin. Betrachtet man die Geschlechterunterschiede, so fällt auf, dass sich Frauen im Vergleich zu Männern generell eher nicht setzen.
Um dem Hinsetzen ein wenig den Schrecken zu nehmen, ist es für fast jeden Zweiten (48 Prozent) der Befragten selbstverständlich, unhygienisch wirkende WC-Sitze mit Toilettenpapier auszulegen. Ein weiteres Drittel baut sich bei besonders unsauberen Sitzen ein Nest aus Papier. Der so erhöhte Papierverbrauch schadet nicht nur der Umwelt, sondern bedeutet auch mehr Arbeit für das Reinigungspersonal. Es muss die Spender häufiger befüllen und heruntergefallenes Papier entsorgen. So steigen für den Betreiber Personal- und Materialkosten.

Hygiene-Experte mahnt zu Umsicht
Professor Klaus-Dieter Zastrow, Leiter des Instituts für Hygiene der Regiomed-Kliniken Coburg, nimmt die Sorgen vor einer Ansteckung und warnt vor dem übermäßigen Gebrauch von Desinfektionsmitteln: „Vom Toilettensitz geht in der Regel keine Gefahr aus und wer nach der Benutzung seine Hände gründlich einseift, wäscht und trocknet, hat ausreichend Gesundheitsschutz geleistet! Natürlich sollten die Betreiber von Waschräumen ihre Anlagen trotzdem pflegen. Denn ein unsauberer Waschraum nimmt Menschen ein Stück Würde. Die Toilette ist ein Rückzugsort und sollte entsprechend einladend wirken.“

Doch die Angst vor Keimen ist trotz aller Aufklärung groß: Drei Viertel der Deutschen geben an, sich auf öffentlichen Toiletten vor Keimen zu fürchten. Insgesamt sorgten sich 68 Prozent der Umfrageteilnehmer vor potenziell vorhandenen Keimen. Frauen sorgen sich hier generell mehr als Männer (72 Prozent zu 63 Prozent).

Fazit
Ob jung oder alt, ob männlich oder weiblich: WC-Besucher wünschen sich mehr Hygiene in öffentlichen Sanitäranlagen.
Vor allem unhygienische WC-Sitze schrecken die Nutzer. Hier greift die Mehrheit zu Toilettenpapier, um eine Berührung mit dem Sitz zu vermeiden.
Betreiber sollten in die Pflege und professionelle Ausstattung ihrer Waschräume investieren, da die Besucher Rückschlüsse von den Sanitäranlagen auf die gesamte Einrichtung ziehen.

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