Und der BTW-Tourismusindex, der die Bereitschaft der Deutschen misst, in den kommenden Monaten in Reisetage zu investieren, lag auch zum Jahresende deutlich im positiven Bereich (2,4). „Für 2016 rechnen wir mit noch einmal zwei Prozent mehr Reisetagen“, kommentiert der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Dr. Michael Frenzel die Ergebnisse. „Allen äußeren Umständen zum Trotz bricht die Reisebegeisterung der Deutschen nicht ab. Das liegt vor allem an den günstigen Konsumrahmenbedingungen wie steigenden Reallöhnen, geringer Arbeitslosigkeit und niedriger Sparneigung. Trotzdem werden wir genau beobachten, wie sich die Terroranschläge aber auch das unter anderem durch die anhaltenden Flüchtlingsströme zuletzt leicht sinkende Konsumklima langfristig auf die Reiselaune auswirken werden.“

Deutlich mehr private Reisetage (plus drei Prozent) wurden 2015 im Rahmen von Übernachtungsreisen verbracht, während die Tagesreisen (minus ein Prozent) leicht rückläufig waren. Mehr gereist als 2014 sind ganz besonders junge Erwachsene zwischen 20 und 34 (plus vier Prozent), Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 2250 Euro und mehr (plus drei Prozent), Menschen aus Ein-Personen-Haushalten (plus vier Prozent), aus Städten zwischen 100.000 und 499.999 Einwohnern (plus vier Prozent) sowie Personen, die täglich ins Internet gehen (plus neun Prozent). Regional gesehen waren insbesondere Berliner (plus acht Prozent), Niedersachsen und Sachsen (je plus sechs Prozent) mehr unterwegs. Bei den Geschlechtern lagen die Frauen in Sachen Wachstum knapp vor den Männern.

> Quelle: DEHOGA compact