1. Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

  2. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit kann bei 48 Stunden an sechs Tagen liegen. Haben Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungen, werden die Arbeitsstunden aus allen Beschäftigungen zusammengerechnet. Die tägliche Höchstarbeitsgrenze darf nur in eng begrenzten Ausnahmefällen überschritten werden. Im Gastgewerbe betrifft das lediglich Ausnahmegenehmigungen für Saisonbetriebe sowie außergewöhnliche Notfälle wie Wetterkatastrophen oder schwere Unfälle.

  3. Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden muss mindestens 30 Minuten Pause gemacht werden, bei mehr als neun Stunden mindestens 45 Minuten. Nach Beendigung ihrer täglichen Arbeitszeit müssen Arbeitnehmer eine ununterbrochene Ruhepause von mindestens elf Stunden haben. Eine Verkürzung um bis zu eine Stunde (also auf mindestens zehn Stunden) ist im Gastgewerbe zulässig, wenn sie innerhalb von vier Wochen ausgeglichen wird.

  4. Im Gastgewerbe ist Sonn- und Feiertagsarbeit erlaubt und der Normalfall. Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen allerdings beschäftigungsfrei bleiben. Durch die Sonn- und Feiertagsbeschäftigung dürfen die Höchstarbeitszeiten und Ausgleichszeiträume nicht überschritten werden. Bei Sonntagsarbeit muss innerhalb von zwei Wochen, bei Feiertagsarbeit innerhalb von acht Wochen ein Ersatzruhetag gewährt werden – auch dann, wenn ein Sonn- oder Feiertagszuschlag gezahlt wurde.

  5. Wird die tägliche Arbeitszeit bei Nachtarbeit über acht Stunden hinaus (auch hier: auf maximal zehn Stunden) verlängert, dann muss der zeitliche Ausgleich innerhalb von vier Wochen erfolgen.

  6. Wichtig: Saisonbetriebe des Gastgewerbes haben die Möglichkeit, bei der zuständigen Behörde Anträge auf Bewilligung längerer täglicher Arbeitszeiten zu stellen.

Formel für die Arbeitszeitberechnung

Ist eine wöchentliche Arbeitszeit vereinbart, so ermittelt sich die regelmäßige monatliche Arbeitszeit wie folgt:

(wöchentliche Arbeitszeit x 13) / 3, also zum Beispiel (39 x 13) / 3 = 169