Wenn es um die Digitalisierung geht, ist das Gastgewerbe noch nicht so weit wie andere Branchen. Diese Erkenntnis stand ganz am Anfang der Diskussion, die unter der Leitung von Gastgewerbe-Magazin-Chefredakteur Andreas Türk stand. Es gebe Aufholbedarf, denn nur mit digitalen Lösungen könne sich die Branche so aufstellen, dass sie vor dem Hintergrund steigender gesetzlicher Anforderungen, allgemeinem Kostendruck und intensiverem Fachkräftemangel in Zukunft erfolgreich wirtschaften kann.

(Foto: Inproma GmbH)

Allerdings: Genauso groß wie die Vielfalt der Betriebe und Konzepte in Hotellerie und Gastronomie sind auch die Lösungen, die angeboten werden. Da fällt sicherlich im Einzelfall die Entscheidung schwer. Doch alle Digitalisierungs-Experten des Round Tables waren sich einig: Die Branche braucht mehr Aufgeschlossenheit für digitale Lösungen. Unternehmer dürften nicht vor der Größe der Herausforderung zurückschrecken, sondern müssten sich Stück für Stück in die Digitalisierung ihres Betriebes hineinarbeiten. Die meisten Produkte – und das wurde bei der Präsentation der einzelnen Teilnehmer deutlich – sind modular aufgebaut, bieten einen leichten Einstieg, können individuell an den Betrieb angepasst und beliebig erweitert werden.

Der Einstieg in die Digitalisierung ist dringend notwendig. Einerseits werden die Gäste immer digitaler, verlangen nach kostenfreiem und einfach zugänglichem WLAN in allen Bereichen, komfortablen Buchungs- und Reservierungsmöglichkeiten oder schneller Kommunikation. Andererseits ergeben sich aber auch vielfältige Chancen für den Unternehmer: Geringere Kosten durch mehr Effizienz, weniger Fehlerquellen, mehr Transparenz, einfachere Dokumentationen, mehr Kundenorientierung und Markttransparenz – und in der Konsequenz durch vereinfachte und optimierte Prozesse auch ein Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels. Der klare Aufruf des Round Table: Das Gastgewerbe braucht mehr Aufgeschlossenheit für digitale Lösungen, mehr Mut, Neues zu wagen und die Herausforderungen durch Veränderungen anzunehmen.

Allerdings – und darin waren sich die Teilnehmer des Round Table am Ende einig – geht es im Gastgewerbe immer noch um den Gast, um Menschen mit individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Dies dürfe man nicht aus den Augen verlieren, und digitale Lösungen dort einsetzen, wo sie Sinn machen und dem Unternehmer die Arbeit so erleichtern – damit er am Ende mehr Zeit für seine Gäste hat.

Einen ausführlichen Bericht über den Round Table finden sie in unserem IT-Sonderheft in der nächsten Ausgabe.

Die Teilnehmer beim Round Table:

  • Kassensysteme Ebner
  • Goingsoft
  • Telekom
  • Planday
  • Oracle Deutschland
  • ppm prime procurement management
  • DerProfitester

Und aus der Praxis:

  • Andreas Ufertinger, Brauereigasthof St. Afra in Friedberg
  • Florian Weiss, Die Privathoteliers