Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Elektromobilität besteht im Bereich des Aktivurlaubs. Elektrofahrräder oder Pedelecs stellen eine Alternative zu klassischen Leihfahrrädern dar, da sie eine Radtour ohne große körperliche Anstrengung ermöglichen. Damit wird dieses Angebot auch für neue Zielgruppen attraktiv. Mit einem Hilfsantrieb werden Steigungen locker überwunden und auch längere Etappen können ohne Probleme bewältigt werden.

Inzwischen fahren bereits über zwei Millionen E-Fahrräder auf deutschen Straßen, und der Trend zeigt weiter nach oben. Der Verleih von Elektrofahrrädern ermöglicht es Menschen, die aufgrund körperlicher Beschwerden nicht mehr in der Lage sind, längere Strecken zu fahren, wieder aktiv zu werden – besonders auch oder gerade im Urlaub. So hat sich beispielsweise auf der Insel Rügen ein Netzwerk aus Fahrradhändlern, Hoteliers, Tourismus- und Verkehrsunternehmen zusammengefunden, um ein entsprechendes Angebot vorzuhalten.

Auch junge Zielgruppen lassen sich mit E-Mountain-Bikes begeistern, um die umliegenden Berge zu erkunden. Geführte Touren können hier ein zusätzliches Angebot sein. Aber auch bei E-Bikes und Pedelecs gilt: Die Infrastruktur muss passen. Dazu gehören Ladestationen und sichere Abstellmöglichkeiten für die oft mehrere Tausend Euro teuren Bikes der Gäste. 

Fördermöglichkeiten und Vorteile

Für die Anschaffung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb bestehen weiterhin viele staatliche Fördermöglichkeiten. Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Forschung und Entwicklung sowie die Markteinführung und die Marktvorbereitung elektrisch betriebener Fahrzeuge im Land zu fördern. So soll ein Umweltbonus den Absatz von Elektrofahrzeugen verbessern. Antragsberechtigt sind nicht nur Privatpersonen, die ihren Pkw durch ein E-Auto ersetzen möchten, sondern auch Unternehmen. Gefördert wird die Anschaffung eines reinen Batteriefahrzeuges, eines Brennstoffzellenfahrzeuges oder eines Plug-in-Hybriden. Für ein E-Auto kann man auf diese Weise bis zu 4.000 Euro an Förderung erhalten.

Der Umweltbonus kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden (www.bafa.de). Weiterhin sind E-Autos von der Kfz-Steuer befreit – und werden es wohl auch von einer kommenden Autobahnmaut sein. Für Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 zugelassen werden, entfällt die Steuer für fünf Jahre.

Neben diesen Fördermaßnahmen des Bundes gibt es weitere Programme auf Ebene der Länder und Kommunen. Viele Stadtwerke bezuschussen beispielsweise die Anschaffung eines E-Autos, und die Länder investieren in die Entwicklung und Bereitstellung der notwendigen Ladeinfrastruktur.

Darüber hinaus bieten viele Städte kostenloses Parken für E-Fahrzeuge an, oftmals dürfen auch Busspuren benutzt werden.