Auch in anderen Landessteilen Japans werden Wagyu-Herden gehalten, deren Fleisch nicht als Kobe Beef bezeichnet werden darf, sondern den Namen seiner eigenen Region trägt. „Wagyu ist nicht gleich Kobe. Auch die andere Wagyu-Herkunftsmarken wie Ohmi, Kagoshima oder Miyazaki sind von herausragender Qualität“, urteilt Frank Albers. „Das Kobe Beef ist jedoch das absolute Spitzenprodukt.“ Aus Sicht des Fleischexperten ist der Hype um Kobe Beef begründet. „Durch die außergewöhnlich intensive und gleichmäßige Marmorierung ist das Fleisch sehr zart und zergeht auf der Zunge.“ Frank Albers zieht den Vergleich mit dem Genusserlebnis von Foie Gras oder feinstem Marzipan.

Frank Albers (links), Inhaber des Düsseldorfer Importhaus Albers, im Gespräch mit Yoshiyumi Nagaya, dem Großmeister der traditionellen japanischen Kochkunst.

Frank Albers (links), Inhaber des Düsseldorfer Importhaus Albers, im Gespräch mit Yoshiyumi Nagaya, dem Großmeister der traditionellen japanischen Kochkunst. (Foto: Albers)

Das Interesse der Gastronomie sei groß. Allerdings hält sich Albers strikt an die Bestimmungen der Kobe Beef Association für den Verkauf von Kobe Beef. Kobe Beef wird – trotz einiger gegenläufiger Aussagen im Markt – auf Dauer nur an Restaurants und Händler verkauft, die als Restaurant-Partner der japanischen Kobe Beef Association kontraktiert und registriert sind. Hingegen kann Wagyu zum Beispiel aus der Provinz Ohmi ohne diese Auflagen direkt von Händlern und Gastronomen bei Albers bestellt werden. „Solche Spitzenprodukte bieten sich an für Gastronomen, die ihrer anspruchsvollen Klientel etwas servieren wollen, für das man bislang nach Japan reisen musste, und das es jetzt endlich auch hierzulande gibt. Wagyu oder Kobe ist keine Massenware, aber etwas ganz Besonderes in Geschmack, Textur und Optik. Serviert wird es in japanischer Zubereitung oder als kleines Steak“, erklärt Frank Albers. Als Alternative hat das Unternehmen seit dem Jahr 2001 mit großem Erfolg Wagyu aus Australien im Angebot, das durch seine Zartheit, Saftigkeit und seinen Biss das ultimative Steakfleisch darstellt.  Denn, so Frank Albers, „Steaks an sich sind wie seit Jahren schon ein großes Thema in der Gastronomie.

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