Start Finanzierungslösungen in Gastronomie und Hotellerie Mindestlohn in Gastronomie und Hotellerie ab 2015

MindestlohnMindestlohn in Gastronomie und Hotellerie ab 2015



Hier finden Sie alle Fakten zum Mindestlohn von 8,50 Euro, der ab dem 1. Januar 2015 auch für die Gastronomie Pflicht wird. Wir bieten Ihnen außerdem hilfreiche Checklisten und Antworten auf die wichtigsten Fragen. Informieren Sie sich über die konkreten Auswirkungen für Ihren Betrieb und organisieren Sie jetzt Ihre Strukturen neu.


DEHOGA mit neuen Mindestlohn-Informationen
AktuellesFinanzen

DEHOGA mit neuen Mindestlohn-Informationen

Mindestlohn und kein Ende: Zum 1. August ist die Ersetzungsverordnung zur Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung (MiLoDokV) inkraft getreten. Die Inhalte: Neben die Entgeltgrenze von 2958 Euro im Monat tritt eine zweite zusätzliche Grenze in Höhe von 2000 Euro für die Fälle, in denen diese 2000 Euro regelmäßig in den vergangenen zwölf abgerechneten Entgeltmonaten ausgezahlt worden sind. Enge Familienangehörige des Arbeitgebers sind aus der Aufzeichnungspflicht ausgenommen.

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Wer glücklich bleiben möchte, sollte allen Pflichten zur Arbeitszeitdokmentation genau nachkommen.
Finanzen

Dokumentationspflichten in der Diskussion

Ein Hotelier aus Niedersachsen berichtet von drakonischen Geldstrafen für ein kleines Versäumnis bei der Arbeitszeitaufzeichnung. CDU/CSU streben Erleichterungen an, und der DEHOGA Bundesverband fordert die Möglichkeit einer Flexibilisierung der täglichen Höchstarbeitszeit über zehn Stunden hinaus auf bis zu zwölf Stunden.

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Umfrage zum Thema Mindestlohn
Finanzen

Umfrage zum Thema Mindestlohn

Die letzten Monate waren politisch und inhaltlich beherrscht von Fragen der Einführung und Umsetzung des Mindestlohns. Deshalb erinnert der DEHOGA Bundesverband noch einmal an die Befragung der Hochschule Heilbronn und des Heilbronner Instituts für angewandte Marktforschung, die in Kooperation mit den Verbänden und Organisationen der Hotellerie und Gastronomie erstellt wurde.

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Foto: Petra Fiedler
Wirtschaft

Die Realität heißt 8,50 Euro

Der Mindestlohn kommt, und zwar zum 1. Januar 2015. Dann erhalten alle Arbeitnehmer mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Auf das Gastgewerbe kommt damit nicht nur finanzieller Aufwand zu, sondern auch organisatorischer.

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Mindestlohn: gute Vorbereitung nötig.
AktuellesWirtschaft

Wichtige Fragen und Antworten zum Thema Mindestlohn

Um die zahlreichen offenen Fragen rund um den Mindestlohn zu klären hat der Bundesverband unter der Überschrift „Was bedeutet der gesetzliche Mindestlohn für Hotellerie und Gastronomie?“ Antworten für die betriebliche Praxis im Gastgewerbe geliefert. Diese Liste mit den 42 drängendsten Fragen können Mitgliedsbetriebe kostenlos unter www.dehoga-shop.de herunterladen. GASTGEWERBE MAGAZIN stellt hier eine Auswahl daraus vor:

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Das GASTGEWERBE MAGAZIN fragt...Was bedeutet die Einführung des Mindestlohns für Ihren Betrieb ganz konkret?


Marc Lersch, Haus Lersch, Eschweiler, NRW
Der Tarifvertrag für die Betriebe in Nordrhein-Westfalen sieht ja ohnehin einen Stundenlohn von 8,50 Euro in Tarifgruppe 1 vor, und grundsätzlich halte ich einen Mindestlohn auch für eine gute Sache. Mitarbeiter müssen vernünftig entlohnt werden, Billiglöhne sind völlig daneben. Aber wenn ungelernte Aushilfen 8,50 Euro pro Stunde bekommen, wie verfahren wir dann mit den Fachkräften, die wir dringend benötigen?

Dietmar Alsgut, CCS Catering, Consulting und Service, Erfurt, Thüringen
Er stellt eine erhebliche Belastung dar. Auf der einen Seite spüren wir den Lohnanstieg bei den Mitarbeitern, die bisher weniger als 8,50 Euro verdient haben, unter anderem bei unseren Aushilfen im Catering. Auf der anderen Seite kann es auch zu Problemen bei den Mitarbeitern kommen, die nach Tarif bezahlt werden. So erhält ein Jungkoch beispielsweise 8,94 Euro pro Stunde, während die ungelernte Spülkraft ab 1. Januar 8,50 Euro bekommen wird. Die Aushilfe erhält den Stundenlohn jedoch quasi brutto für netto, der Arbeitgeber wird mit 30 Prozent Abzügen belastet. Wir werden durch den Mindestlohn 20 Prozent mehr Lohnkosten haben, ungeachtet der Tarifsteigerungen in den Vorjahren.


Sibylle Weidenhiller, Akzent Hotel Alte Linde, Wieling bei Feldafing, Bayern
Bei unseren festen Mitarbeitern ändert sich nichts, da wir bei uns im Landkreis Starnberg ohnehin bereits jetzt mehr als den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Aber der Mindestlohn hat Auswirkungen auf die Saisonkräfte, da nicht feststeht, ob Kost und Logis auf die 8,50 Euro pro Stunde angerechnet werden können.Billiglöhne sind völlig daneben. Aber wenn ungelernte Aushilfen 8,50 Euro pro Stunde bekommen, wie verfahren wir dann mit den Fachkräften, die wir dringend benötigen?

Anonymer Hotelier, Brandenburg
Es führt zu stark ansteigenden Lohnkosten, und möglicherweise werden wir auch die Arbeitsstunden der Mitarbeiter reduzieren oder sogar Mitarbeiter entlassen müssen. Dies bedeutet dann eine erhebliche Mehrarbeit für uns, die Inhaber. Gleichzeitig wird ja auch der Einkauf von Lebensmitteln etc. teurer, denn alle Branchen müssen den Mindestlohn einführen. Das belastet uns ganz erheblich.

Das GASTGEWERBE MAGAZIN fragt...Wie gehen Sie damit um?


Marc Lersch:
Das hat natürlich Auswirkungen auf die Preise. Es ist eine Kette, die sich immer weiter fortsetzt, aber irgendwann versteht der Gast das nicht mehr. Da macht sich die Politik einfach zu wenig Gedanken.

Dietmar Alsgut:
Wir müssen unsere Preise erhöhen, sonst fehlt uns das Geld für Investitionen in unsere Wettbewerbsfähigkeit. Wir haben keine andere Möglichkeit, die Lücke zu schließen. Aber wir können nicht die Kosten einfach weitergeben, sondern werden das von Fall zu Fall entscheiden. Wir hoffen natürlich, dass auch die Kollegen diesen Weg gehen werden, denn dann haben wir alle eine gute Chance, dass die Kunden Preissteigerungen auch akzeptieren werden.


Sibylle Weidenhiller:
Falls die Anrechnung nicht möglich ist, müssen wir alle Arbeitsverträge für Saisonkräfte umschreiben. Dann können wir Kost und Logis nicht mehr verrechnen, was einen Anteil von bis zu 450 Euro monatlich ausmacht, und die Mitarbeiter müssen dafür selbst aufkommen.

Anonymer Hotelier:
Preiserhöhungen sind unumgänglich, sowohl bei unseren Hotelzimmern als auch beim Frühstück und im Restaurant. Dies müssen wir den Gästen gegenüber durch hohe Qualität und motivierte, gut ausgebildete Mitarbeiter durchsetzen. Zugleich sind wir gezwungen, unseren Mitarbeitern alle Boni zu streichen, etwa den Kita-Zuschuss oder auch steuerfreie Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Letzten Endes profitiert eigentlich nur der Staat vom neuen gesetzlichen Mindestlohn.


Das GASTGEWERBE MAGAZIN fragt...Welche langfristigen Auswirkungen sehen Sie für Ihr Unternehmen und die Branche an sich?


Marc Lersch:
Die Kernfrage ist, was danach kommt. Geht die Lohnschraube immer weiter nach oben? Das stellt uns alle vor immer größere Probleme, und die kleinen Betriebe werden besonders darunter leiden – bei ihnen kann es zu Schließungen kommen. Aber natürlich müssen die Löhne angemessen sein, um motivierte Mitarbeiter zu bekommen. Mit Lohndumping geht das nicht.

Dietmar Alsgut:
Es wird sicherlich, vor allem in ländlichen Gebieten, zu Personalabbau oder sogar Betriebsschließungen kommen. Dort können Preiserhöhungen kaum durchgesetzt werden. Wir bei CCS werden uns auf keinen Fall von Mitarbeitern trennen, wir brauchen sie alle, um unsere Qualität dauerhaft zu erhalten.


Sibylle Weidenhiller:
Der Mindestlohn ist ja nur eines der Probleme, die auf uns zukommen. Durch die anonyme „Denunzianten-Hotline“ können Hoteliers und Gastronomen jederzeit auch ungerechtfertigt Verstöße gegen den Mindestlohn nachgesagt werden, und auch die Aufzeichnungspflichten der Arbeitszeiten erschweren den betrieblichen Alltag. Unternehmen, die durch den Mindestlohn mit steigenden Kosten zu rechnen haben, werden die Preise erhöhen müssen, um den Mehraufwand decken zu können.

Anonymer Hotelier:
Ich habe die Hoffnung, dass den Gästen durch die nun nötigen Preiserhöhungen klar wird, dass Deutschland einfach kein Billigland im Gastgewerbe ist. Wir erbringen Leistungen und Services, die angemessen bezahlt werden müssen und die eben ihren Wert und damit Preis haben.


Die Arbeitszeitdokumentation macht gastgewerblichen Unternehmern viel Aufwand.
Finanzen

DEHOGA fordert die Entbürokratisierung beim Mindestlohn

Arbeitszeitdokumentation und -gesetz, Anrechnung von Kost und Logis und vieles mehr: Der Verwaltungsaufwand und damit die Risiken sind in Folge des Mindestlohngesetzes für Hoteliers und Gastronomen stark gestiegen. Der DEHOGA tritt vor allem bei acht Punkten für Vereinfachungen ein.

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