Neben dem Reich der Mitte waren mit Indien und Japan weitere weniger Bekannte Produzenten dabei, ganz neu stellte sich das Kosovo vor.

Bioweine sind hoch im Kurs. Die ProWein bot deutschen und internationalen Branchenverbänden und Unternehmen dieses wachstumsstarken Segments eine Plattform zur Präsentation und für den gemeinsamen Auftritt.

Dass Deutschland als Weinbaunation weltweite Bedeutung hat, zeigte sich einmal mehr auf der Messe: Halle 4 war gut gefüllt mit deutschen Winzern und Genossenschaften aus allen Anbauregionen, ganz gleich ob aus der Pfalz oder von der Nahe, aus Franken oder aus dem Rheingau. Diese Produzenten sorgen dafür, dass Deutschland zu den zehn größten Weinproduzenten und -exporteuren der Welt gehört. Deutsche Weine sind auch bei den deutschen Konsumenten führend, heißt es bei der Messe: 2010 hatten diese einen Absatz- und Umsatzanteil von 46 beziehungsweise 52 Prozent. Italien (15 beziehungsweise 13 Prozent), Frankreich (je zwölf Prozent) und Spanien (je acht Prozent) sind die wichtigsten Importländer, während Weine aus der Neuen Welt einen kleineren Anteil haben.

Trotz aller Ernteschwierigkeiten in 2010 zieht der Verband der Prädikatsweingüter VDP, auf der ProWein mit einem großen Gemeinschaftsstand vertreten, eine positive Bilanz des Wirtschaftsjahres 2010: „Unsere Güter sind wirtschaftlich gesund. Bei einem mengenmäßig so kleinen Jahrgang wie 2010 macht sich unsere auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegte Strategie positiv bemerkbar“, sagt VDP-Präsident Steffen Christmann. Der Gesamtumsatz der Prädikatsweingüter belief sich 2011 auf rund 270 Millionen Euro – was bei einem bis zu 50-prozentigem Ertragsverlust nur einen Umsatzrückgang von etwa sieben Prozent bedeutet. 80 Prozent der VDP-Weine werden übrigens in Deutschland gekauft.

Auch das Deutsche Weininstut zeigt sich mit dem vergangenen Jahr zufrieden – sowohl was den Umsatz der Branche angeht als auch mit den Ernteerträgen. Die Verbraucher hätten in 2011 rund zwei Prozent mehr Geld für Wein ausgegeben als im Jahr zuvor, und die Gesamterntemenge stieg um 35 Prozent auf rund 9,6 Millionen Hektolitern, dem Durchschnittsniveau der letzten zehn Jahre.

Weinkritiker Stuart Pigott urteilte über die neuen Tropfen der deutschen Winzer: „Es gibt beim Jahrgang 2011 sehr viele geniale Trinkweine.“ Er erinnere ihn an das gute Weinjahr 2009.

Wie anderen Genossen- und Gemeinschaften stellte auch die Winzergemeinschaft Franken prominent auf der ProWein aus. Sie informierte über ihre neuen Weine, und an den aktuellen Zahlen lässt sich die Bedeutung Weine aus dem Fränkischen für das Gastgewerbe ablesen: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz in diesem Bereich. Fränkische Markenweine legten um sechs Prozent zu.

Im kommenden Jahr findet die ProWein der Messe Düsseldorf vom 24. bis 26. März statt.

Das Wasser zum Wein

Mineralwasser ist in Deutschland nicht nur das absatzstärkste nicht-alkoholische Getränk. Mehr als 134 Liter pro Jahr trinkt jeder Bundesbürger. „Auch als Begleiter zum Wein wird gutes Mineralwasser immer wichtiger“, heißt es bei Gerolsteiner, dem Marktführer im Außer-Haus-Markt.

„Ein Gastronom, der die Mineralwässer harmonisch auf die vom Gast ausgewählten Weine abstimmt, kann davon nur profitieren“, betont Axel Dahm, Vorsitzender der Geschäftsführung von Gerolsteiner. Deshalb veranstaltet der Mineralbrunnen seit mittlerweile sieben Jahren in Kooperation mit der Deutschen Wein- und Sommelierschule (DWS) und dem VDP.Verband Deutscher Prädikatsweingüter Schulungen zu Wasser und Wein. Daran nehmen jährlich rund 350 Gastronomen und Sommeliers teil.

Um die Verbindung von gutem Wein und dem entsprechenden Wasser im Gastgewerbe noch weiter zu fördern, hat Gerolsteiner in Kooperation mit dem Glashersteller Schott Zwiesel und Thomas Sommer, Chef-Sommelier des Gourmetrestaurants Lerbach, die „Gerolsteiner Gourmet-Edition“ entwickelt. Die beiden mundgeblasenen Gläser sind speziell auf das stille Mineralwasser Gerolsteiner Naturell beziehungsweise auf die kohlensäurehaltigen Varianten Gerolsteiner Sprudel und Medium zugeschnitten. Sie unterstreichen durch ihre besonderen Formen die individuellen Charakteristika und Geschmäcker der Mineralwässer aus dem Hause Gerolsteiner.

Auf der ProWein hat Gerolsteiner im Bereich des VDP.Verband Deutscher Prädikatsweingüter ausgestellt und dort sowohl Verköstigungen der Wässer zu Weinen angeboten als auch seine Gläserkollektion vorgestellt.