gastgewerbe-Magazin: Die Hogatec hat ihren alten Standort am Rhein verlassen und wird ab 2012 an der Ruhr veranstaltet. Was hat sich beim Messekonzept verändert?
Sabina Großkreuz: Wir nutzen die Premiere für einen Neustart, der sich auf die Pfeiler eines neu konzipierten Vier-Säulen-Modells stützt: Zu den Kategorien zählen „Essen, Trinken + Genuss“, „Technik, Geräte + Systeme“, „Ambiente, Design + Ausstattung“ sowie „Service + Dienstleistungen“.
Nina Schnabel: In ihrer Ausrichtung wird die Hogatec 2012 auch Marktplatz für Anbieter der Getränke- und Lebensmittelwirtschaft sein. Beverage und Food – für uns gehört beides zu einer guten Gastro-Messe.
Die Vielfalt der Gastronomiemessen in Deutschland ist groß. Internorga und Intergastra dominieren die Messelandschaft. Ist da überhaupt noch Platz für eine Hogatec?
Sabina Großkreuz: Auf jeden Fall. Die Hogatec ist in der Branche bereits als wichtige Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung bekannt. Wir wollen sie wieder zu alter Stärke führen. Ich bin davon überzeugt, dass die Branche eine Fachmesse im Westen Deutschlands braucht. Unser Standort ist dabei von Vorteil: Die Messe Essen liegt mitten im Ruhrgebiet und zentral in NRW, dem Bundesland mit der höchsten Dichte an gastgewerblichen Betrieben.
30 Millionen Einwohner leben in einem Radius von 150 Kilometern; die direkte Nähe zu den Benelux-Staaten eröffnet der Hogatec weiteres Potenzial.
Sind Sie mit dem jetzigen Stand der Ausstellerakquise zufrieden?
Nina Schnabel: Ja. Die Unternehmen reagieren durchweg positiv auf unser neues Konzept. Wichtige Aussteller haben ihre Teilnahme schon heute verbindlich gemacht – darunter Bartscher, Coffema, Edna, Eloma, Franke, Hupfer, Ille, Küppersbusch, Meiko, Metro, MKN, Seltmann Weiden, Trigema, Unox, Vectron, Villeroy & Boch und WMF. Weitere Unternehmen haben starkes Interesse an der Hogatec
signalisiert, wollen sich aber zunächst einmal das Konzept hier vor Ort anschauen.
Sabina Großkreuz: Besonders positives Feedback haben wir für unser Engagement bekommen. Das Hogatec-Team hat zur Akquise und Kontaktpflege auf zahlreichen Messen und Branchenveranstaltungen das direkte Gespräch mit Ausstellern und Besuchern gesucht. Wir gehen auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein, sind nah am Markt. Darüber hinaus schätzen Aussteller unsere Terminsicherheit: Wir haben die Hallen der Messe Essen in den kommenden Jahren für die Hogatec reserviert – und zwar immer Anfang September.
Wie sieht die Ausrichtung aus? International, national oder eher regional?
Sabina Großkreuz: Wir bieten Ausstellern wie Besuchern eine informative Plattform auf nationalem Niveau. Auch regionale Betriebe werden sich präsentieren. Zum Beispiel die Essener Privatbrauerei Jacob Stauder. Wichtig in puncto Ausrichtung ist vor allem eins: Die Professionalität unserer Gäste. Wir erwarten ein fachlich kompetentes Publikum, um Angebot und Nachfrage passgenau zusammenzuführen.
Wie wollen Sie die Hogatec fit für die Zukunft machen?
Nina Schnabel: Wir können hier an einigen Stellschrauben drehen. Das war während der vergangenen Messen mit Blick auf das Platzangebot und parallel stattfindende Veranstaltungen nicht möglich. Das neue Konzept, das den Fokus verstärkt auf den Beverage- und Foodsektor lenkt, verspricht gute Erfolge. Trotz Neuerungen bleibt der technische Schwerpunkt der Hogatec bestehen.
Auf was dürfen sich die Fachbesucher bei der Premiere in der Messe Essen freuen?
Sabina Großkreuz: Auf die neuesten Gastro-Trends und auf ein attraktives Rahmenprogramm. Der DEHOGA NRW veranstaltet am Montag den „Branchentag NRW“ und der DEHOGA Bundesverband am Dienstag das „Forum Systemgastronomie“. Am ersten Messetag wird der „Frankfurter Preis – der große Preis der deutschen Gemeinschaftsverpflegung“ verliehen. Der Montagabend ist als „Get Together“-Event für Aussteller und geladene Besucher vorgesehen. Profis rund um die Schulverpflegung bieten wir am letzten Messetag einen eigenen Kongress zu diesem wichtigen Thema.
Zur Person
Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften startete Sabina Großkreuz ihre berufliche Karriere im operativen Bereich der Projektleitung Messen und Ausstellung bei der Messe Essen GmbH. Seit 2006 zeichnet die Diplom-Betriebswirtin (BA) im Geschäftsbereich II als Bereichsleiterin verantwortlich. Nina Schnabel hat ihr duales Studium als Diplom-Betriebswirtin (BA) 2001 beendet und ist seither im Messe- und Kongressmanagement bei der Messe Essen tätig. Als Projektmanagerin ist sie u.a. für die Hogatec zuständig.
Auf einen Blick…
Die Messe Essen ist neue Heimat der Hogatec, die vom 2. bis 5. September auf dem Messegelände an der Gruga stattfindet. Bisher sind die Hallen 1 und 3 mit insgesamt 30.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche belegt. Über 250 Aussteller aus dem In- und Ausland haben ihre Beteiligung zugesagt.

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