Im vergangenen Herbst bin ich als Präsident des DEHOGA Bayern angetreten mit dem erklärten Ziel, alles zu versuchen, die Reduzierung der Mehrwertsteuer endlich auch für die Gastronomie zu erreichen. Seitdem habe ich keine Gelegenheit ausgelassen, auf diese eklatante Wettbewerbsverzerrung hinzuweisen, sei es in unzähligen persönlichen Gesprächen, bei öffentlichen Reden, in Interviews oder in vielen Schreiben an politische Entscheidungsträger.
Es gibt aber im politischen Diskurs einen Punkt, da reichen gesprochene Worte und geschriebene Fakten eines Präsidenten einfach nicht mehr aus, da brauche ich Ihre/Eure persönliche Anwesenheit als betroffene Unternehmer.
Deshalb werde ich
am 2. Mai 2011
ab 15.00 Uhr
im Hippodrom Festzelt
auf dem Frühlingsfest
auf der Theresienwiese in München
eine deutliche Forderung nach dem reduzierten Mehrwertsteuersatz für das gesamte Gastgewerbe an Politik und Medien richten.
An diesem Tag brauche ich Ihre/Eure Unterstützung! Zeigen wir der Politik durch unser persönliches Erscheinen, wie wichtig das Thema für unsere Branche ist! Nur so werden wir unserem Ziel eines fairen Wettbewerbes auch für unsere Gastronomen näher kommen.
Ich weiß, wie viel wir alle zu tun haben und wie sehr wir in unseren Betrieben benötigt werden. Aber wenn es uns nicht gelingt, eine wirklich beeindruckend große Zahl an Kollegen an diesem 2. Mai nach München zu bekommen, wird die Durchsetzung unseres Zieles nicht gelingen.
Unser Kollege Sepp Krätz, Gastronom des Jahres 2011, hat ein großes Platzkontingent reserviert. Um ihm die Planung zu erleichtern, bitten wir Sie, sich unter info@hippodrom-fruehlingsfest.de mit dem Stichwort DEHOGA Bayern anzumelden.
Ulrich N. Brandl
Präsident des DEHOGA-Bayern


5 Kommentare
Sehr geehrter Herr Brandl,
ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie dieses Thema wieder angehen. Es ist dringendst notwendigt. Unsere Nachbarn in Österreich setzten noch eins drauf, Sie haben weitere Programme aufgelegt um die extrem hohe Qualität noch weiter anzuheben. Es geht hier ganz einfach um die Wettbewerbsgleichheit. Meines Wissens nach hat man vor 60 Jahren die EU gegründet um in der Eurozone eben diese Wettbewerbsgleichheit und damit einen freien Warenverkehr zu schaffen. Wenn man diese jemals erreichen will, dann müsste man auch viele andere Dinge wie z.B. im Allgemeinen die Steuern angleichen. Danke für Ihre Initiative.
Grüße DHEHOGA Traunstein
und vom Wassermann am schönen Chiemsee
Kommentar by Stocker Peter — 20. April 2011 um 17:19
Sehr geehrter Kollege Brandl
Natürlich haben Sie in der Sache grundsätzlich Recht und es wäre aus wettbewerbsrechtlichen Gründen eine Sache der Fairniss wenn auch in der Deutschland für die ganze Gastronomie ein niedrigerer Steuersatz gälte. Recht in der Sache zu haben befreit einen aber doch nicht davon, strategisch und politisch klug vor zu gehen. Glauben Sie ernsthaft mit dieser Forderung in diesen Zeiten noch irgend etwas positives für unsere Branche erreichen zu können? Ist Ihnen entgangen, das bei dem letzten Deal in dieser Angelegenheit Ihre Partner, die FDP, ihren totalen Abstieg begonnen haben und sogar die CSU mächtig blaue Augen bekommen haben? Glauben Sie ernsthaft, das ein relevanter politischer Partner in dieser Zeit politischen Selbstmord begehen will in dem er unserer Gilde bei diesem Thema folgt? Das können Sie nicht im Ernst meinen. Das ist doch purer Aktionismus und am Ende werden Sie uns damit mehr schaden als helfen. Der Dehoga muss lernen aufmerksamer die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in dieser Gesellschaft zu erfassen, zu reflektieren und in sinnvolle und erfolgreiche Strategien zu verwandeln. Sonst machen wir uns in der Öffentlichkeit lächerlich! Ihr berechtigtes Anliegen wird sich sich letzlich nur im Rahmen einer Harmonisierung von Mehrwertsteuer- und anderen -Steuersätzen innerhalb der EU realisieren lassen. Deshalb wäre es klug in einer solchen Richtung zu argumentieren und zu agieren.
Natürlich wird es lange dauern, aber vielleicht dafür gelingen.
Bis dahin, wünsche ich Ihnen gutes bzw. besseres Gelingen!
LG Jörg Heynkes
VillaMedia – Die Eventlocation (Wuppertal)
PS: Trösten Sie sich, der Dehoga in meiner Region macht meist noch viel mehr Blödsinn….
Kommentar by Jörg Heynkes — 20. April 2011 um 20:56
Sehr geehrter Herr Heynkes,
genau diese, Ihre Haltung hat dazu geführt, dass sich verant-wortungsvolle Politiker “blaue Augen” geholt haben, obwohl sie nichts Anderes getan haben, als nach der Wahl so zu handeln, wie sie es vor der Wahl gesagt bzw. versprochen haben. Ist diese Ehrlichkeit hierzulande so unerwartet, dass die Wähler jetzt meinen sich korrigieren zu müssen?
Oder liegt es vielleicht auch daran, dass wir (die Gastronomen) uns nicht deutlich genug artikuliert haben, dass diese Mehrwertsteuer-senkung ein richtiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Wettbe-werbsgleichheit war und stattdessen den Medien das Feld überlassen haben um die Mär von Parteispenden und Lobbypolitik über Wochen und Monate unwiedersprochen zu verbreiten?
Gerade deshalb sind solche Aktionen wie von Herrn Brandl dringend notwendig. Gerade jetzt, wo die Kommission zur Überprüfung des Mehrwertsteuersystems in Berlin ihre Arbeit aufgenommen hat, muß die Notwendigkeit der Mehrwertsteuersenkung tausendfach – nicht nur von den Verbandsfunktionären, sondern von den Betroffenen selbst – artikuliert werden.
Dieter Heymann
DEHOGA RV Chemnitz
Kommentar by Dieter Heymann — 28. April 2011 um 10:34
19% nur betrug auch das rauch verbot schaded die gastronomie. Auch
die banken Stellen uns schlecht was noch?.mfg palestiis
Kommentar by palestidis — 30. April 2011 um 14:38
sehr verehrter herr brandl,
in argumente waren klasse, aber durch den geschäftreisenden ,verliert der staat nichts. das ist das proplem , die vorsteuer ist nur noch 7 prozent.
herzlichst evi hummel
Kommentar by evi hummel — 3. Mai 2011 um 23:41
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