Da hörte er von der 1,7 Millionen-Investition im Hotel Admira in Weiden in der Oberpfalz, der Millionen-Investition im Münchner Hof in Regensburg mit dem Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes, aber auch von der 12.000 Euro-Investition in die Zimmerrenovierung in der kleinen Pension Waldfrieden in Brand. Alle Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Qualität zu verbessern und haben Auswirkungen auf das regionale Handwerk.

Bestätigen konnte dies Schreinermeister Max Aschenbrenner, der aufgrund der großen Nachfrage aus der Hotellerie inzwischen drei Leute zusätzlich eingestellt und kräftig in neue Maschinen investiert hat. „Ich habe rund 15 Kunden aus der Hotellerie, und alle haben investiert“, berichtete er. „Da sind auch viele andere Firmen aus der Region beteiligt.“

„Was da passiert ist, ist gewaltig“, bilanzierte dann auch Ernst Burgbacher angesichts der präsentierten Zahlen. Er bezeichnete die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes als „größtes Tourismus-Modernisierungsprogramm in Deutschland“ und rechtfertigte einmal mehr die Entscheidung. Als besonders positiv sah er unter anderem das veränderte Verhalten der Banken, die wieder in die Hotellerie investieren, und den Profit für das heimische Handwerk.

Wenig Hoffnung konnte der Spitzenpolitiker allerdings machen bei der von Präsident Ulrich N. Brandl vorgetragenen Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie. „Dazu wird es keine Initiative geben, weil es keine Mehrheit gibt“, so Burgbacher. Auch bei einer generellen Reform des Mehrwertsteuersystems sei es schwierig, wenngleich der Staatssekretär betonte, dass Kantinen und Gasthäuser eigentlich bei den Grundnahrungsmitteln eingruppiert werden müssten. „Ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz muss für die ganze Ernährungskette gelten“, so Burgbacher.