In den ersten acht Monaten kletterte die Zahl der Übernachtungen in Deutschland um drei Prozent. Der Anteil ausländischer Gäste stieg sogar um sechs Prozent an. Aufgrund negativer Wirtschaftsprognosen schwächte sich dieser positive Trend jedoch wieder ab. Auf Unverständnis stößt bei dem BTW-Präsidenten die Tatsache, dass das politische Verständnis für die Tourismusbranche eher dürftig ausfällt. „Als klassisches Dienstleistungsgewerbe sind wir natürlich auf zufriedene Kunden angewiesen“, hob Klaus Läpple in seiner Rede hervor. „Aber es kann nicht sein, dass immer mehr Bürokratie in Bereichen geschaffen wird, in denen der Verbraucher bereits geschützt ist.
Um beispielsweise ,Schwarze Schafe‘ in Sachen Hygiene zu bestrafen, gibt es bereits ausreichende Gesetze und Sanktionen bis hin zur Betriebsschließung. Eine ‚Hygiene-Ampel‘ für Restaurants, wie sie die Verbraucherschutzminister planen, ist unnötig und unverhältnismäßig.“ Gastronomen drohe, dass sie über Monate mit einer von der Bestnote abweichenden Bewertung gebrandmarkt werden, obwohl längst alle Mängel beseitigt sind. „Ein weiteres Gesetz wird die Situation nicht verbessern“, ist sich Läpple sicher. „Flächendeckende Kontrollen oder zeitnahe Nachkontrollen sind reine Utopie. Existenzen stehen auf dem Spiel.“ Deshalb tue ein politisches Umdenken beim Umgang mit der gesamten Tourismusbranche Not. „Wir brauchen endlich Vernunft in den Ansprüchen und ein Anerkennen unserer Branchenleistungen“, so der BTW-Präsident abschließend.
Auch beim Tourismusgipfel 2011 gab sich die Berliner und Brüsseler Politprominenz die Klinke in die Hand. Neben Bundesaußenminister Guido Westerwelle (rechts) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sprach auch die für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Union, Viviane Reding, zu den Gästen.





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