Dies ist das alarmierende Ergebnis der jüngsten Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts zur Anzahl der Aktienbesitzer. Nur noch gut sieben Prozent ihrer Ersparnisse investieren die Deutschen in Aktien. Im Vergleich dazu machen Spareinlagen auf Girokonten, Tagesgeldkonten und anderen Einlageformen der Banken und Sparkassen rund 39 Prozent aus.

Negative Auswirkungen abfedern

Das Problem: Häufig werfen solche Anlagen unter Berücksichtigung der Inflation negative Renditen ab, das Vermögen wird damit quasi täglich weniger. Ein Unternehmer kann auf diese Weise nicht vorsorgen. Darauf weisen auch Banken, Vermögensverwalter und andere Anlageexperten regelmäßig hin. „Eine höhere Aktienquote in deutschen Haushalten würde die negativen Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die Vermögensbildung und Altersvorsorge der Bürger abfedern“, sagt Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts.

Aus dessen Sicht müssten deshalb aktienfreundliche Rahmenbedingungen eine Veränderung des Sparverhaltens der Deutschen unterstützen. Viele Anleger treibt die Sorge, dass Aktien unsicher seien. Vielmehr sind diese Beteiligungen aber grundsätzlich relativ sichere Investments, da Aktienkäufer schließlich Teile eines Unternehmens erwerben. „Als langfristiges Investment ist dieses Wertpapier im besonderen Maße dazu geeignet, über Dividenden laufende Gewinne auszuschütten und durch Kurssteigerungen den Wert des Portfolios dauerhaft zu mehren“, betont Thomas Buckard, Vorstand des unabhängigen Vermögensverwalters MPF AG aus Wuppertal.

Vor allem Substanzwerte hätten sich im laufenden schwankungsanfälligen Umfeld bewährt – sie könnten die Gefahr eines Einbruchs bei den Werten reduzieren. Das seien international tätige, gesunde Unternehmen mit hoher Eigenkapitalquote, regelmäßigen Dividendenzahlungen aus dem Cash Flow und einem nachhaltigen Geschäftsmodell. „Dadurch sind sie eher unabhängig von generellen Konjunkturschwankungen und regionalen Verwerfungen“, sagt Buckard.