Bei der Planung von Veranstaltungen, sei es eine Firmenfeier, Geburtstagsparty oder gar eine Hochzeitsfeier, kommt nach der Besprechung des Menüs oder Buffets die Frage nach einer Getränkepauschale.

Getränkepauschale: der Grenzfall für Gastronomen

Man möchte im Idealfall auf der Kundenseite nicht bei der Rechnung kurz vor dem Herzinfarkt stehen. Aber was bedeutet das für Gastronomen? Richtig ein Grenzfall. Anbieten oder nicht anbieten? Die Kosten für die einzelnen Getränke etwas senken? Eine Pauschale nur für Softdrinks? Oder auch für Wein und Bier? Vielleicht sogar noch für Longdrinks und Cocktails? Heikles Thema, denn es gilt generell, wenn eine Person oder ein Unternehmen die Kosten für eine Festivität übernimmt, die Getränke werden sowieso nicht alle leergetrunken.

Getränkepauschale clever berechnen

Orderbird empfiehlt an dieser Stelle, keine Pauschale für einen unbegrenzten Zeitraum anzubieten. Hier ist das Risiko enorm, dass der Gastronomen dabei Verlust macht. Er weiß schließlich nicht, wer kommt und manch ein Kegelclub ist trinkfest. Zudem fragst man in der Regel die Kunden vorher nicht über das Trinkverhalten der Gäste aus. Orderbird stellt zwei Varianten vor, die als Anhaltspunkt dienen sollen, wie Getränkepauschalen für beide Seiten sinnvoll und transparent berechnet werden können.

  1. Fester Zeitraum für Getränkepauschale:
    Eine Getränkepauschale für einen Zeitraum von maximal sechs Stunden. Hier können Gastronomen Bier vom Fass, eine Auswahl von Soft- und Heißgetränken sowie einen Rotwein, Weißwein und vielleicht einen Roséwein anbieten. Hier sollte der Preis bei circa 25,00 Euro pro Person liegen, allerdings abhängig von dem individuellen Preisangebot.
  2. Verlängerungsrunde nach Stunden:
    Sollte die erste Variante überschritten werden, kann der Gastronom die bereits genannte Getränkepauschale verlängern. Dafür wird jede weitere Stunde mit 5,00 Euro pro Person berechnet. Soll die Pauschale zur späteren Stunde auch Spirituosen enthalten, kalkuliert der Gastronom ganz neu pro Stunde und Gast. Für Bier vom Fass, Softdrinks etc. plus Spirituosen wie etwa Tequila, Jägermeister, Grappa & Co. schlägt orderbird vor, mindestens mit 8,00 Euro pro Person und Stunde abzurechnen.

Alle Vorschläge sind nur als Richtlinien zu sehen. Bei allen Getränkepauschalen gilt es für jeden einzelnen Fall den schlimmsten Fall und den Idealfall anzunehmen und daraus eine Mischkalkulation zu erstellen.

Fair, realistisch und geschickt

Der Gastronom sollte seine Produkte nicht verramschen, aber die Getränke auch nicht so hoch ansetzen, dass der Kunde sich über Ohr gezogen vorkommt. Er sollte sich überlegen, was er selbst als Gast bezahlen würde, was realistisch ist und zu welchen Preisen die Konkurrenz anbietet. Recherche ist hier sinnvoll. Das mag nach etwas Arbeit klingen, aber der weitreichende Trend zu Getränkepauschalen bei Feiern wie Hochzeiten ist nicht mehr aufzuhalten.

Eine geschickte und kostendeckende Kalkulation muss der Gastronom prinzipiell nur einmal aufstellen und kann sie immer wieder verwenden.

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