Die Qualifizierung zum „Gewürz-Sommelier“ hat begonnen und die diesjährigen Adalbert-Raps-Stipendiaten können sich freuen: Die Stiftung unterstützt die Teilnahme von Susanne Peters aus München, Birgit Wurm aus Forchheim und Christoph Landwehr aus Köln mit Stipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro.

Die Qualifizierung zum „Gewürz-Sommelier“ hat begonnen und die diesjährigen Adalbert-Raps-Stipendiaten können sich freuen: Die Stiftung unterstützt die Teilnahme von Susanne Peters aus München, Birgit Wurm aus Forchheim und Christoph Landwehr aus Köln mit Stipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro. (Foto: Privat)

Es gibt wohl kaum einen Produktbereich, der mit einer so immensen Vielfalt aufwarten kann wie die Gewürzwelt. Das Angebot ist überwältigend und doch – oder gerade deshalb – greifen Verbraucher, Gastronomen und Lebensmittelerzeuger immer wieder zu den altbekannten Sorten. Doch wie ergeben sich geschmackliche Kontraste, die das Bekannte zum außergewöhnlichen Erlebnis machen? „Food-Pairing“ und „Food-Completing“ sind Teil der Ausbildung zum Gewürz-Sommelier und absolute Trend-Themen in der Gastronomie: Sie ermöglichen neuartige und interessante Kombinationen – vorausgesetzt man weiß, wie es geht.

Die Qualifizierung zum Gewürz-Sommelier bildet die Grundlage für eine Gewürzexpertise im Beruf und in der Beratung, wovon Kunden, Gäste und Verbraucher profitieren. Mit 20 Teilnehmern findet die Reihe in fünf Blöcken von Februar bis Juni 2016 in Kulmbach und Fichtelberg statt und schließt mit einer Prüfung ab. Den Teilnehmern stehen zehn abwechslungsreiche Seminartage bevor: Neben allgemeiner Gewürzkunde sowie Einheiten zu Gewürz-, Garten- und Wildkräutern steht ein intensives Sensorik-Training im Mittelpunkt. Woran man qualitativ hochwertige Gewürze erkennt, wird genauso behandelt wie ihre Heil- und Gesundheitswirkung. Praxiseinheiten, Betriebsbesichtigungen und Exkursionen runden das Programm ab.

Die drei Adalbert-Raps-Stipendiaten aus der Lebensmittelbranche können nun die Welt der Gewürze in allen Facetten kennenlernen. „In der Ausbildung möchte ich insbesondere lernen, meine Sinne weiter zu schulen und zu verfeinern – die Vielfalt der Gewürze riechen, schmecken und kreativ einsetzen“, erklärt Hauswirtschafterin Birgit Wurm. Sie qualifizierte sich nach ihrer Ausbildung zur Betriebsleiterin, ist inzwischen geschäftsführende Gesellschafterin im Hotel-Gasthaus Wurm in Röbersorf und führt ihre Küche mit dem Leitspruch „Gut fränkisch mit Seitensprüngen“.

Kinder sind anspruchsvolle Gäste

Aus einer niederbayerischen Gastronomenfamilie stammt Susanne Peters: Sie studierte Lebensmittelchemie und Ernährungslehre in den USA und ist heute bei Social Sense, einer gemeinnützigen GmbH in München, für das Integrationsprojekt „Gaumen Freunde – gutes Essen, Gutes tun!“ zuständig. Die „Gaumen Freunde“ versorgen aktuell rund 700 Münchener Kinder in Tageseinrichtungen: „Es ist nicht leicht, täglich gesundes Essen für Kinder zu kochen und die jungen Gäste damit immer zufriedenzustellen – bekanntlich sind sie mitunter auch wählerisch“, beschreibt Peters ihre Motivation. „Deshalb möchte ich Essen für Kinder spannend, reizvoll und abwechslungsreich gestalten und dabei auch regionale und saisonale Einflüsse nicht vergessen“, erläutert sie weiter. Die Ausbildung zur Gewürz-Sommelière ist dafür die optimale Grundlage.

„Durch das Adalbert-Raps-Stipendium habe ich die Möglichkeit, mein Gewürzwissen weiter zu vertiefen. Für meinen Arbeitsalltag möchte ich so das Zusammenspiel unterschiedlicher Gewürze besser verstehen und für den Rohstoffeinkauf nutzen“, erklärt Christoph Landwehr. Seine sensorischen Fähigkeiten nutzt der Kölner Diplom-Wirtschaftsingenieur nach seinem Studium der Lebensmittelwirtschaft als Rohstoffeinkäufer der Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG.

Erfolgreiche Gewürzexperten

Die Absolventen der Vorjahre bestätigen den enormen Nutzen für die tägliche Arbeit. So freut sich der Berliner Markus Kunz, Leiter und Koch des Restaurants „…cultur“ darüber, dass der neuerworbene Titel den Bekanntheitsgrad seines Restaurants fördert und er seine Gerichte nun mit neuen Gewürzkreationen verfeinern kann. Auch Kai Haas, Produktentwickler bei den Karwendel-Werken Huber, gilt inzwischen als Experte und Ansprechpartner in seinem Unternehmen, wenn es um das Thema Gewürzkompetenz und Geschmackskombinationen geht. Wie alle anderen Stipendiaten, die die Prüfung zum Gewürz-Sommelier erfolgreich abgelegt haben, sind Markus Kunz und Kai Haas übrigens Träger der „silbernen Gewürznelke“.

Besonders eindrucksvoll bewies Christian Villa, Stipendiat des ersten Jahrgangs 2014, die Perspektiven eines Gewürz-Sommeliers: So kochte er 2015 vor großem Publikum im ZDF Fernsehgarten und entwickelt gerade eigene Gewürzkreationen für den Handel. „Wir sind gespannt auf die Eindrücke, Entwicklungen und zukünftigen Erfolge unserer diesjährigen Stipendiaten“, so Frank Kühne, Vorstand der Adalbert-Raps-Stiftung.

Die Nachfrage ist groß, so dass für 2017 bereits eine Fortführung geplant ist. Das Angebot richtet sich an Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium in der Lebensmittelbranche – ganz gleich ob im Handel, in der Industrie, im Handwerk oder in der Gastronomie. Weitere Informationen zu dem aktuell bereits ausgebuchten Kurs sowie die nächsten Termine und die Adalbert-Raps-Stipendien finden sich unter www.cluster-bayern-ernaehrung.de/gewuerz-sommelier und www.raps-stiftung.de.

Foto (privat): Die Qualifizierung zum „Gewürz-Sommelier“ hat begonnen und die diesjährigen Adalbert-Raps-Stipendiaten können sich freuen: Die Stiftung unterstützt die Teilnahme von Susanne Peters aus München, Birgit Wurm aus Forchheim und Christoph Landwehr aus Köln mit Stipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro.