Egal ob Kaffeemaschine, Kombidämpfer, Spültechnik, Kassen, IT oder komplette Küchen, die Anforderungen an die Ausstattung in der Gastronomiebranche sind hoch und können Gastronomen finanziell vor erhebliche Herausforderungen stellen. Deshalb ist es auch im Gastgewerbe sinnvoll, eine Alternative zum Bar- und Kreditkauf zu haben und seinen persönlichen Finanzierungsmix aufzustellen. Eine solche Alternative ist laut Fachleuten das Leasing – das ist eben nicht nur bei Autos oder Industriemaschinen möglich, sondern auch im Gastgewerbe. Dabei zahlen die Leasingnehmer eine feste monatliche Rate für die Nutzung eines Wirtschaftsgutes über eine bestimmte Laufzeit an einen Leasinggeber; am Ende der Laufzeit wird das Gut zurückgegeben, der Vertrag endet.

Andreas Oppitz (Albis): „Die Leasingbranche ist Deutschlands größter Investor.“

Andreas Oppitz (Albis): „Die Leasingbranche ist Deutschlands größter Investor.“

Andreas Oppitz (Albis): „Die Leasingbranche ist Deutschlands größter Investor.“ (Foto: Albis)[/caption]Einer der führenden Anbieter für gastgewerbliches Leasing ist die in Hamburg ansässige Albis HiTech Leasing. Das Unternehmen vermittelt seit rund 25 Jahren Leasingverträge und ist seit 15 Jahren schwerpunktmäßig im Segment der Gastronomie- und Großküchentechnik unterwegs. Laut Vorstand Andreas Oppitz seien dafür die umfassenden Branchen- und Objektkenntnisse ausschlaggebend gewesen, die es ermöglichten, den Bedarf der Kunden sowie die Leistung der Geräte genau einzuschätzen und bewerten zu können. „Dies gelingt uns nicht zuletzt auch über unsere Nähe und den direkten Draht zum Kunden“, betont Oppitz.

Andreas Oppitz zufolge sei das Leasing generell in Deutschland keine fremde Materie mehr. Unternehmer und Entscheider würden die Vorteile durchaus kennen. Das bestätigten schon die entsprechenden Zahlen: „Die Leasingbranche ist Deutschlands größter Investor. Auf 23 Prozent belief sich der Leasinganteil an den Ausrüstungsinvestitionen im vergangenen Jahr. Leasing überzeugt dank vieler Vorteile und ist deshalb eine gute Alternative im Finanzierungsmix.

Doch wo genau liegen eigentlich die Vorteile für Gastronomen und Hoteliers beim Leasing, auch auf kaufmännischer Seite? Schließlich ist Leasing kein Selbstzweck, sondern hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Für den Albis-Vorstand ist die Bilanzneutralität ein wichtiges Stichwort: „Das Leasingobjekt bleibt Eigentum der Leasinggesellschaft. Weder das Investitionsgut noch die Verbindlichkeiten tauchen in der Bilanz des Leasingnehmers auf. Damit schont er sein Eigenkapital, was sich positiv auf sein Rating auswirkt, das er eventuell für weitere Kapitalbeschaffung benötig. Zudem wird der Kreditrahmen bei seiner Hausbank nicht überstrapaziert.“

Ein weiterer Punkt sei, dass beispielsweise neue, leistungsstarke Küchentechnik für eine optimale und effiziente Küchenausstattung sehr wichtig sei. Dank Leasing könne der Gastronom auf modernste Technik zurückgreifen und so manchem Wettbewerber einen Schritt voraus sein. Bei Albis HiTech Leasing können Gastronomen und Hoteliers Maschinen und Geräte bereits ab 500 Euro leasen, und das Unternehmen weist auf die schnellen Finanzierungszusagen des Hauses hin (bei kleineren Summen schon nach fünf Minuten), damit beispielsweise dringend benötigte Güter schnell zum Einsatz kommen können.

Im Mittelpunkt bei dem Leasinggeber steht eine bedarfsgerechte Beratung, die zum Beispiel eine individuelle Angebotserstellung beinhaltet. Dazu gehöre unter anderem, dass das Unternehmen bei Laufzeiten und Ratenhöhe auf die individuelle Situation unseres Kunden eingeht. „Ein saisonal angepasster Ratenverlauf ist zum Beispiel für einen Eisdieleninhaber sehr hilfreich. ‚Pay-as-you-earn’ heißt die Methode, bei der er für seine von uns finanzierte Eismaschine im Sommer, wenn er Hochsaison hat, eine höhere Leasingrate zahlt als im Winter“, erläutert Andreas Oppitz.
Er weiß auch, wann Leasing keinen Sinn ergibt: nämlich dann, wenn der Investitionsbetrag bei unter 500 Euro liegt. Dies sei aus Kunden- und Unternehmenssicht nicht interessant und werde deshalb auch nicht angeboten.

Leasingkosten werden kompensiert

Für Siegfried Kreilinger ist die Sache klar: „Für Gastronomen und Hoteliers ist es oft schwierig, eine Bankenfinanzierung zu bekommen. Das gilt vor allem für Pachtbetriebe, denn die Finanzinstitute möchten zur Absicherung in der Regel dingliche Sicherheit, das heißt Grundschulden auf Immobilien. Objekte der Gastronomie beziehungsweise Hotellerie als solche werden aber häufig als nicht werthaltig betrachtet.“ Deshalb ergibt für den Geschäftsführer von Zanker Leasing Partner, einem Experten für das gewerbliche Leasing, (auch in Hotellerie und Gastronomie), das Leasing in der Branche durchaus Sinn. „Vorhandenes Eigenkapital wird in der Branche für nicht leasingfähige Aufwendungen eingesetzt, beispielsweise einen Umbau, eine Restaurierungen oder andere größere und große Veränderungen. Investitionen in mobile Objekte, von der Schankanlage bis zur Zimmerausstattung, lassen sich hingegen sehr gut leasen.“ Grundsätzlich seien alle mobilen Objekte, die nicht Bestandteil des Gebäudes werden, leasingfähig.

Siegfried Kreilinger

Siegfried Kreilinger

Leasing sei im Grunde ein Mietverhältnis, weshalb die Leasingraten als Betriebsausgaben sofort abzugsfähig seien. Dies schaffe eine klare Kalkulationsgrundlage. Da Leasingverträge für Laufzeiten gewählt werden können, die zwischen 40 und 90 Prozent der steuerlich zulässigen „Absetzung für Abnutzung“ (AfA) betragen – so beträgt zum Beispiel die AfA für Möbel in der Hotellerie zehn Jahre – kann Aufwand nach vorne geschoben werden, wie Siegfried Kreilinger ausführt.

„Bei Hotelmöbeln wählen wir Vertragslaufzeiten zwischen 60 und 84 Monaten. Die Sicherheiten stellen wir auf die Objekte beziehungsweise das Unternehmen ab. Da die Objekte in der Regel wenig werthaltig sind, wird der Blickwinkel etwas mehr auf das Unternehmen verlagert. Kleinere Anschaffungswerte bis etwa 60.000 Euro können mit einer betriebswirtschaftlichen Auswertung dargestellt werden.“ Siegfried Kreilinger gibt zwei Beispiele, um die Bedeutung des gastgewerblichen Leasings, auch unter finanziellen Gesichtspunkten, herauszustellen.

„Aus unserer Praxis ist mir bekannt, dass sich die Leasingkosten für eine Schankanlage mittels Einsparung bei Personalkosten und anderer Begleiterscheinungen in einem überschaubaren Zeitraum amortisieren lassen. Bei Hotelbetreibern werden die Leasingkosten für die neuen Zimmereinrichtungen durch die Erhöhung des Standards mehr als kompensiert.“ Dies bestätigt Robert Dippold vom Rechthaler Hof in München:

„Bei der Anschaffung unserer automatischen Schankanlage (empfehlenswert nur ab einer bestimmten Absatzmenge) stellte sich heraus, dass sich diese bereits nach rund 3,5 Jahren amortisiert hatte. Wir konnten die Lohnkosten für 2,5 Schankkellnerstellen einsparen sowie den Wareneinsatz in Volumen und in der Anzahl der verkauften Artikel kontrollieren.“