Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es viele. Und es ist auf jeden Fall wichtig, dass Mitarbeiter durch zusätzliche Schulungen auf dem Laufenden gehalten werden. Denn: Das Wissen aus Weiterbildungsangeboten können sie in den Betrieb einbringen, können Service und Dienstleistung für die Gäste verbessern und darüber hinaus noch wertvolles Wissen an die Kollegen weitergeben.

Solche Weiterbildungsmaßnahmen können sich beispielsweise auf fachliche Qualifikationen wie kreative Tischdekorationen beziehen oder Sommelier-Ausbildungen zu bestimmten Themen sein. Ein wichtiger Baustein ist in einer immer globalisierteren Welt die Sprachkompetenz, um mit internationalen Gästen besser kommunizieren zu können. Denn in Zeiten von Front-Cooking und persönlichem Service haben immer mehr Mitarbeiter direkten Kontakt zu den Gästen.

Jede Weiterbildung bringt das Unternehmen voran. Deshalb sollte möglichst ein Jahresplan aufgestellt werden, welcher Mitarbeiter wann und zu welchem Thema einen Kurs oder ein Seminar belegt. Darüber hinaus sollte jeder Unternehmer ein Budget dafür einplanen und den Mitarbeitern Vorschläge machen. Denn eines ist wichtig: Jede Weiterbildung bedeutet nicht nur zusätzliche Qualifikation, sondern bringt auch Abwechslung in den Alltag – und damit frische Motivation.

Webinare

Viele Unternehmer scheuen sich davor, ihre Mitarbeiter zur Weiterbildung zu schicken. „Dann fehlen sie ja im Betrieb“, hört man oft. Das ist natürlich etwas kurzsichtig gedacht, aber in der Tat sind mehrtägige Seminare angesichts der knappen Personaldecke in vielen Betrieben heute kaum noch im Dienstplan unterzubringen.

Eine Lösungsmöglichkeit bieten Webinare, die immer häufiger angeboten werden. Online werden hier wichtige Informationen und Inhalte transportiert, ohne dass der Mitarbeiter zum Ort des Seminars reisen muss. Gerade für spezielle Themen.

TIPP

Die Angst, dass ein Mitarbeiter nach einer Weiterbildung gut ausgebildet das Unternehmen verlässt und die Investition umsonst war, ist nicht begründet. Arbeitgeber können mit dem Mitarbeiter eine Vereinbarung abschließen, dass eine Rückzahlungsverpflichtung über einen bestimmten Zeitraum von maximal 36 Monaten verteilt wird, sagt Wolfgang Fischer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Königsbrunn bei Augsburg. Verlässt ein Mitarbeiter auf eigenen Wunsch oder nach einer durch den Mitarbeiter verschuldeten Kündigung das Unternehmen vor dem vereinbarten Zeitraum, kann der Unternehmer den noch offenen Betrag der Weiterbildungsmaßnahme zurückfordern. Auf diese Art können Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen, die insbesondere der zusätzlichen Qualifikation des Mitarbeiters dienen und vom Arbeitgeber finanziert werden, abgeschmolzen werden. Gleichzeitig trägt dies aber auch zur Bindung des Mitarbeiters ans Unternehmen bei.