Als Hauptproblemfelder nennen die Unternehmer die immer schwieriger werdende Personalgewinnung, steigende Betriebskosten und eine Flut bürokratischer Auflagen und starrer gesetzlicher Vorgaben.

Mit Blick auf die aktuellen Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen forderte DEHOGA-Präsident Guido Zöllick deshalb: „Für unsere arbeitsintensive Branche wären konsequenter Bürokratieabbau, eine Reform des lebensfremden Arbeitszeitgesetzes und gleiche Steuern für Speisen ein Zukunftsprogramm und ein Ausweis von mehr Wertschätzung.“

Geschäftslage

Die Mehrheit der Gastronomen zieht trotz des nur mittelmäßigen Sommers ein positives Fazit. Vor allem die starke Binnennachfrage sorgt für weiterhin gute Geschäfte. So beurteilen 49,8 Prozent (Vorjahr 46,6 Prozent) der Befragten ihre Geschäftslage im Sommer als gut, 37,9 Prozent (Vorjahr 38,3 Prozent) als befriedigend. 70,2 Prozent (Vorjahr 68,2 Prozent) der Unternehmen konnten ihre Umsätze stabil halten oder ausbauen.

Ähnlich positiv, analog zum Vorjahresniveau, bewertet die Hotellerie die Geschäftslage in den Sommermonaten. So berichten 65,3 Prozent (Vorjahr 68,6 Prozent) der Befragten von einer guten und 29,3 Prozent (Vorjahr 26,1 Prozent) von einer befriedigenden Geschäftslage. 79,1 Prozent (Vorjahr 80,7 Prozent) der Betriebe konnten ihren Umsatz erhöhen bzw. stabil halten.

Geschäftserwartungen

Insgesamt prognostizieren 42,7 Prozent (Vorjahr 43,5 Prozent) der Befragten in der Gastronomie für den Winter 2017/18 bessere Geschäfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 13,3 Prozent (Vorjahr 12,9 Prozent) erwarten schlechtere Geschäfte. Wachstumsimpulse erhoffen sich die Betriebe durch ein gutes Weihnachts- und Silvestergeschäft.

Die Erwartungen der Hotellerie fallen ähnlich optimistisch aus: 40,0 Prozent (Vorjahr 43,3 Prozent) der Befragten erwarten bessere Geschäfte. Lediglich 12,9 Prozent (Vorjahr 11,5 Prozent) gehen von schlechteren Geschäften aus.

Die Ergebnisse basieren auf Antworten von 2600 Hoteliers und Gastronomen in ganz Deutschland. Die Beurteilung der Konjunkturentwicklung bezieht sich auf die Geschäftslage im Zeitraum April bis September sowie die Geschäftserwartungen für die Monate Oktober 2017 bis März 2018. Die Daten wurden im Zeitraum vom 18. September bis 13. Oktober erhoben.

> Quelle: DEHOGA Bundesverband