Nach einem aktuell veröffentlichtem Urteil des Bundesfinanzhofs (Aktz.: XI R 11/14) vom 1. März unterliegt die Überlassung von Hotelparkplätzen dem allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent. Dies gilt auch dann, wenn zwischen dem Hotel und dem Gast keine Vereinbarung über die Nutzung des Parkplatzes getroffen wurde und kein gesondertes Entgelt vom Gast zu zahlen ist. Damit ist eine „kostenlose Nutzung“ von Hotelparkplätzen nach dem Urteil des BFH nicht zulässig. Allerdings kann die Parkplatznutzung Teil eines Pauschalpreises für Nebenleistungen, zum Beispiel eines Business-Package, sein, teilt der DEOHGA mit. Dies gelte auch für Geschäftsreisende. Da die Nutzung eines Hotelparkplatzes für Dienstreisende geschäftlich veranlasst sei, könnten diese Kosten als Reisenebenkosten vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Mit dem Urteil hat der BFH ein Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts aufgehoben, das einen Hotelparkplatz unter bestimmten Voraussetzungen als Nebenleistung zur Hauptleistung beurteilt hat und damit die Parkplatznutzung dem re-
duzierten Steuersatz von sieben Prozent unterworfen hatte.