Der auf Hotelsicherheit spezialisierte Berater Ulrich Jander rät, besonders Anfahrten und Glasfassaden mit Betonpollern abzugrenzen. Seit Jahren weist der Experte auf Gefahren für das Gastgewerbe hin. Selbst große Häuser hätten in Sachen Terrorschutz erheblichen Nachholbedarf, so sein ernüchterndes Fazit. Mitarbeiter seien oftmals kaum oder gar nicht geschult, wie man im Terrorfall umzugehen habe. Auch seien Evakuierungsübungen regelmäßig abzuhalten und aktualisierte Lagepläne für Rettungs- und Sicherheitspläne an zentralen Stellen zu hinterlegen. Bei Veranstaltungen im Freien sei einmal mehr der sorgfältige Umgang mit Gasschlauchsicherungen und Umfallsicherungen bei Verkaufsbuden enorm wichtig. Sowohl zum Schutz der Gäste wie auch zum Schutz der eigenen Mitarbeiter sollten sich Hoteliers und Betreiber eines Restaurants über den aktuellen Stand der hausinternen Sicherheitsmaßnahmen ein Bild machen. Über Sicherheitslücken sollte man sich bewusst werden und entsprechende Vorkehrungen treffen. Zwar hilft es nichts, Angst zu schüren, die sich auch unter den Mitarbeitern breit machen und zu gefährlichem Fehlverhalten im Ernstfall führen kann. Jedoch ist das Thema leider präsent wie nie und bedarf der regelmäßigen Aufklärung. Außer Acht gelassen darf bei der Erstellung eines Sicherheitskonzeptes im Gastgewerbe auch nicht die Lebensmittelsicherheit. Denn ein Anschlag auf die Speisen sei in vielen Fällen leicht möglich, da in den Küchen und Lagerräumen kaum aufgepasst wird, erklärt der Experte.
Die Auswirkungen der neuerlichen Anschläge auf den internationalen Tourismus sind wohl eher negativ. Aufgrund von Sicherheitshinweisen der USA kamen weniger Amerikaner. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Zuwachs an Übernachtungsgästen aus dem Ausland, bislang ein starker Motor für den Tourismusboom, spürbar abgeflacht. Umso mehr sollte der Terrorschutz auch im Gastgewerbe zur obersten Priorität gehören.