So führte Albers in den 1990er Jahren als einer der ersten in Deutschland Straußenfleisch im großen Stil ein, importiert seit dem Jahr 2000 das australische Wagyu-Beef, seit 2005 Steaks von garantiert hormonfrei aufgewachsenen US-Rindern und seit Sommer 2014 auch Wagyu und Kobe Beef aus Japan. Hierbei handelt es sich um das exklusivste Fleisch der Welt. Die Produktion ist limitiert und unterliegt strengen, staatlich überwachten Vorschriften.

Das jahrzehntelange Exportverbot und die vielen Geschichten wie die Sonderbehandlung der wertvollen Rinder durch Biermassagen und klassische Musik haben den Nimbus noch verstärkt. Wer bislang Kobe Beef kosten wollte, musste dazu nach Japan reisen. „Die erste Lieferung von Kobe Beef ist ein historischer Moment – hier wird Geschichte geschrieben“, so Frank Albers. „Die Japaner sind sehr stolz auf ihr Prestigeprodukt und sehen es als wichtige Chance, die Verbindung zwischen Europa und Japan in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht weiter zu stärken“, lautet das Fazit von Frank Albers.

Als Direktimporteure wurden von der Kobe Beef Marketing & Distribution Promotion Association in Europa bisher unter anderem die Importhäuser Albers sowie Giraudi in Monaco zugelassen. Hierzu musste Albers einen umfangreichen Akkreditierungsprozess durchlaufen und seine Fleischkompetenz unter Beweis stellen. Um den Markennamen Kobe Beef zu tragen, muss es sich nachweislich um reinrassige Tajima-Rinder handeln, die in der Region Hyogo mit der Hauptstadt Kobe geboren und aufgewachsen sind, dort geschlachtet und einer staatlichen Bewertungskontrolle unterzogen wurden.

Die Blutlinie solcher Tajima-Rinder geht zurück bis in die Edo-Periode (1615 bis 1867). Die Marmorierungsstufe muss mindestens BMS (Beef Marbling Score) sechs nach der japanischen Skala betragen. Erst wenn all dies erfüllt ist, erhalten die Rinder den begehrten Kobe Beef-Stempel in Form einer stilisierten japanischen Chrysanthemenblüte, zugleich das Symbol des japanischen Kaiserhofes. Sämtliche Informationen zu jedem Tier sind auf der Verpackung durch einen zehnstelligen Zahlencode im Internet rückverfolgbar.