Ein Trend ist aus den USA zu uns herübergeschwappt. Brew Bars und Filterkaffee sind auf dem Vormarsch. Insgesamt steigt das Interesse der Gäste an speziellen Kaffee-Zubereitungsarten. Doch wie ist diese Bewegung zu sehen? Handelt es sich dabei um einen Trend oder eine Nische? „Der Genuss von klassischem Filterkaffee im deutschen Außer-Haus-Markt ist seit Jahren eine feste Größe und liegt bei stabilen rund 70 Prozent“, erklärt Susanne Rieke von Douwe Egberts Professional Germany. „In diesem Zusammenhang gibt es schon immer eine eingeschworene Fangemeinde, für die dieses klassische Brühverfahren ein gelerntes Geschmackerlebnis ist.

Susannen Rieke ist Marketing Director bei Douwe Egberts Professional Germany.

Susannen Rieke ist Marketing Director bei Douwe Egberts Professional Germany. (Foto: Douwe Egberts )

Anteilig finden sich darunter besonders viele Männer im älteren Jahrgang, die ihren Filterkaffee schwarz bevorzugen und weniger offen für andere Zubereitungsarten und die vielen espressobasierten Kaffeespezialitäten sind.“  Die neueren Filterkaffee-Fans seien in der Tat deutlich jünger und laden diese händische Art der Zubereitung gerne mit für sie stylishen Zusatzkomponenten wie Glasfiltern und -karaffen oder Kaltextraktoren auf.

„Dass sich in diesem Kontext auch einzelne Gastronomieangebote entwickeln werden, liegt auf der Hand“, fährt Susanne Rieke fort. „Insgesamt  betrachtet sprechen wir in Deutschland, was etwa US-amerikanische Vorbilder wie Brew Bars und Dripped Coffee-Stationen angeht, aber nur über Nischenkonzepte, für die es gewiss ihre Berechtigung gibt.“

Dass der Trend der Brew Bars vielleicht auch als Gegentrend zum jahrzehntelangen Hype einer immer größeren Spezialitäten-Vielfalt zu sehen ist, die das Kernprodukt immer mehr aus den Augen verloren hat, merkt Werner-Ulrich Lange von Melitta Professional Coffee Solutions an. „Es hat auch mit Rückbesinnung und Entschleunigung zu tun und mit der Erkenntnis, dass ein guter Kaffee Zeit benötigt“, erklärt Werner-Ulrich Lange. So bleibe Zeit für die Zubereitung und den Genuss. „Wir bei Melitta freuen uns natürlich, dass unsere ursprüngliche Erfindung der Kaffeefiltration wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt, wobei der Filterkaffee ja keineswegs verschwunden war, sondern nach wie vor den Löwenanteil am Kaffeemarkt hält“, so Werner-Ulrich Lange weiter.

„Seine Stärken liegen auch im Geschmack, wenn die Zubereitung stimmt. Sei es beim neu entdeckten Handaufguss oder mittels intelligenter Maschinentechnik, die bei Bedarf frisch brüht und damit Standzeiten des Kaffees vermeidet. Ganz klar bleibe der schwarze Kaffee in klassischer Zubereitung überall dort ein wichtiges Thema, wo es in Gastronomie und Hotellerie um die  punktgenaue und zeitnahe Kaffeeversorgung in großen Bereitstellungsmengen geht. „Man denke nur an die professionelle Kaffeeversorgung etwa von hochfrequentierten Tagungen, Kongressen oder Frühstücksräumen. Diese wird auch künftig in bester Qualität zum Beispiel von unseren Kaffeemaschinen der Cafitesse NG-Serie  abgedeckt“, schildert Susanne Rieke.

„Davon abgesehen haben wir für unsere Kunden natürlich auch diverse aromatische Kaffeesorten in Ganze-Bohnen-Qualität im Sortiment. Ob vollmundig und rund im Geschmack, mit ausgeprägt vollem Aroma oder geschmacklich betont elegant wie bei Douwe Egberts Auslese – neben unseren Flüssigkaffees im Café-Pak-System auch für die NG-Modelle bieten wir auch bei den Bohnenkaffees eine Auswahl in hoher Qualität an.“

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