Obwohl Deutschland ein Land mit einer Vielzahl von Molkereien ist, hat es eine Marke aus Irland geschafft, sich als beliebteste Buttermarke zu etablieren. Kerrygold ist mit einem Marktanteil von 16,8 Prozent die Nummer eins. Ein Erfolg, der vorwiegend auf die traditionelle Weidehaltung zurückzuführen ist, wie Patricia Kief, Marketing Manager bei Kerrygold, betont. „Diese Weidehaltung hat in Irland lange Tradition, da die Kühe aufgrund des milden Klimas auf den schier endlosen Weiden gehalten werden können.

Die irische Butter feiert im letzten Jahr 40. Geburtstag.

Die irische Butter feiert im letzten Jahr 40. Geburtstag. (Foto: Kerrygold)

„Wo ist die Kuh am glücklichsten? Natürlich auf der Weide“, so Patricia Kief. „Das lässt sich sogar beweisen. Denn Forscher haben festgestellt, dass Kühe sich im Stall aggressiver verhalten als auf der Weide. Irische Kühe jedoch bleiben entspannt, denn sie verfügen über ausreichend Freiraum, leben sozial in einer Herde und können bis zu 300 Tage über die Wiesen streifen und sattes Gras und Kräuter fressen. Das Gras enthält wichtige Nährstoffe und kann von ihrem Organismus ideal verarbeitet werden. Im Gegensatz zu Hochleistungstieren, die heute bis zu 8.000 Liter im Jahr produzieren, geben die Kühe in Irland knapp 5.000 Liter Milch.

Viele der irischen Milchbauern betreiben ihren Hof bereits über Generationen und vermitteln ihren Töchtern und Söhnen die wichtigsten Grundlagen der Weidehaltung, wie zum Beispiel das rechtzeitige Verlassen von abgegrasten Weiden. Auf die Fütterung der Kühe mit Kraftfutter können die Iren weitestgehend verzichten. Dies hat den Vorteil, dass die Kühe artgerecht fressen und nicht extra Getreide, Mais und Soja angebaut oder importiert werden muss.“

Natürliche Fütterung

„Durch diese natürliche Fütterung, erhalten die Kerrygold Produkte letztlich ihre exzellente Streichfähigkeit, die goldgelbe Farbe und den intensiven Geschmack“, so Patricia Kief. Dies zeige sich schließlich in den Werten für Beta Carotin, Vitamin A und E, und Omega 3 Fettsäuren, die bei Grasfütterung wesentlich höher seien, als bei einer Ernährung durch Kraftfutter. „Die Weidehaltung ist ein Modell, welches von den Wettbewerbern nicht kopiert werden kann“, so Patricia Kief weiter, „und daher auch die Produktqualität unnachahmlich macht – auch für andere Milchprodukte.

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(Foto: Kerrygold)

“Die Lage Irlands am Rande des Atlantiks ist verantwortlich für das gemäßigte Klima, das weder zu warm noch zu kalt ist und regelmäßige Niederschläge aufweist, womit es für das Wachstum von Weidegras ideale Voraussetzungen schafft. Etwa zweidrittel der Fläche Irlands wird zu Viehzucht und Landwirtschaft genutzt und 80 Prozent davon zum Anbau von Gras. Dieses Gras verleiht der irischen Landschaft die grüne Farbe und ist der Grund dafür, dass Irland auch als die Smaragdinsel beschrieben wird. „Dieses reiche Angebot an frischem Gras verleiht auch der irischen Milchwirtschaft und den irischen Milchprodukten ihren einzigartigen Charakter“, sagt Patricia Kief.

„Die Herstellung von Butter aus Weidemilch hat in Irland eine lange und bewegte Tradition. Bereits im 18. Jahrhundert avancierte die natürliche irische Weidemilchbutter zum Exportschlager und wurde mit dem Schiff beispielsweise nach Deutschland transportiert. Viele der heute rund 18.500 mittelständischen Milchbetriebe auf der grünen Insel hielten über Jahrzehnte hinweg erfolgreich an der Weidehaltung fest und konnten somit ihre Strukturen bis heute erhalten.“ Das Verständnis der Marke Kerrygold basiere genau auf dieser Natürlichkeit, Reinheit und der irischen Herkunft.

„Es ist wichtig, das über Jahre klar kommunizierte Markenbild zu pflegen und unser damit verbundenes hohes Produktversprechen einzulösen. Denn der Verbraucher vertraut unserer Marke und will sicher sein, ein natürliches und hochwertiges Molkereiprodukt zu konsumieren. Das Butter nicht gleich Butter ist, bewies zudem eine Studie aus 2012, bei dem die Universität Gießen handelsübliche Butter- und Eigenmarken im Hinblick auf ihre Fettsäuren und Vitamine untersuchte. Kerrygold wies dabei die höchsten Werte an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren aus.“

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