Leasing hat eine große Marktbedeutung bei Außeninvestitionen. Pkw, Kombis, Lkw, Anhänger und Busse dominierten den Markt mit 74 Prozent Anteil am mobilen Leasinggeschäft, ein Markt mit über 50 Milliarden Euro. Auch das Leasing von Hotel- oder Gastronomie-Ausstattung kann sinnvoll sein – gerade bei einem größeren Umbau und der anschließenden Neueinrichtung kann das wirtschaftlich interessant sein. Leasing ist aber nicht immer und in jeder Unternehmenssituation die optimale Lösung. Das sollte der Unternehmer prüfen und/oder sich von Experten beraten lassen. Die Neigung zu Leasing steigt mit der Größe des Unternehmens. 87 Prozent der Firmen ab 50 Beschäftigten denken zumindest über Leasing nach, wenn eine Investition ansteht. Aber auch kleinere Unternehmen zeigen sich aufgeschlossen. Im Wettbewerb der Finanzierungsinstrumente nimmt Leasing die führende Rolle ein: Bei 34 Prozent der Unternehmen in Deutschland ist Leasing bei einer Investition in Höhe von 25.000 bis 30.000 Euro erstes Wahl. Zuerst an Kredit denken dagegen nur 28 Prozent, gefolgt von Mietkauf (25 Prozent) und Miete (sechs Prozent). Das berichtet der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen.

Leasing bringt hohe Flexibilität
Die Gastronomietechnik und auch die Fahrzeuge des Unternehmens sind in der Regel ein hoher Kostenfaktor. Wenn das Unternehmen ausreichende Liquidität hat und keine anderen Investitionen anstehen, dann kann es durchaus Sinn machen, zu kaufen. Und gerade wer eine hohe Flexibilität braucht, kann durch den Kauf profitieren. Allerdings gibt es auch Risiken. Zum einen kann es sein, dass bei einem Verkauf der gebrauchten Objekte nur ein niedrigerer Preis als kalkuliert erzielt werden kann. Das heißt konkret: Ein Verlust wird eingefahren. Zum anderen muss der Wert gekaufter Investitionsgüter im Gegensatz zum Leasingobjekt in der Bilanz aktiviert werden. Darüber hinaus besteht bei der Gastronomietechnik die Gefahr, dass man zu lange an der veralteten Technik festhält, denn schließlich gehört sie ja dem Betrieb und funktioniert noch. Das beschreibt die drei wichtigsten Nutzenargumente, die der Bundesverband Deutscher Leasinggesellschaften bei einer repräsentativen Befragung ermittelt hat: Bei Leasing sind die Kosten von Anfang an transparent und fest zu kalkulieren. Da es sich um eine meist 100-prozentige Fremdfinanzierung handelt, bleibt die Liquidität erhalten und Kreditlinien bei den Banken werden nicht berührt. Und da der Leasingvertrag nur eine gewisse Laufzeit hat, wird routinemäßig über eine Neuanschaffung nachgedacht. Härtere und strengere Auflagen erschweren es, Kredite zu bekommen. Alternative Finanzierungsinstrumente sind daher immer häufiger gefragt. Doch auch hier gibt es die üblichen Bonitätsprüfungen. Wer Schwierigkeiten hat einen Kredit zu bekommen, hat hier allerdings zwei Vorteile:

1. Die Leasinggesellschaft ist Eigentümer des Objekts und kann dadurch etwas mehr ins Risiko gehen, als eine Bank.
2. Kennen sich Leasinggesellschaften in der Regel ziemlich gut mit den Objekten und den passenden Gebrauchtgüter-Märkten aus. Sie verteilen nicht nur Geld.

Branchenspezifische Lösungen sind gefragt
Unternehmen aus allen Branchen nutzen Leasing. Jede Branche hat unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen – besonders was die Liquiditätssituation oder die Investitionen anbelangt. Der Handel investiert beispielsweise mehr als 5,5 Milliarden Euro über die Finanzierungsalternative jährlich. Das verarbeitende Gewerbe sogar über zehn Milliarden. Spitzenreiter in Deutschland ist das Dienstleistungsgewerbe mit Investitionen von mehr als 18 Milliarden Euro. Auch Factoring erfreut sich zunehmender Beliebtheit, bei dem die Forderungen einzelner oder aller Kunden aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen eines Unternehmens angekauft werden. Auf diese Weise muss nicht länger auf Kundenzahlungen gewartet werden, das Geld gelangt direkt auf das Konto.
Warum ist Branchen Know-how wichtig? Einmal muss der Kunde seinem Finanzierungspartner nicht erklären, wie sein Markt aussieht oder warum sein Equipment unter Umständen hochpreisig ist. Zum anderen geht die Expertise zu den Objekten, deren Wertverläufe und Vermarktungschancen in die Kalkulationen ein. „Für uns ist es essentiell unsere Kunden und ihre Märkte zu verstehen und die Konzepte an den individuellen Anforderungen auszurichten. Nur so können wir auf Augenhöhe beraten und finden optimale Lösungen“, so Stephan Ninow, Geschäftsführer von abcfinance. Deshalb hat sich sein Unternehmen auf einige Branchen spezialisiert. „Wir nennen dieses Geschäftsfeld „Solutions“, weil wir uns auf Lösungen konzentrieren, die genau für die im Fokus stehende Branche passt – auf Anbieter, Lieferanten und die Kunden“, sagt Ninow. Sehr erfolgreich arbeitet das Unternehmen beispielsweise für die Gastronomie, Medienproduktionsunternehmen, die Fitnesswirtschaft, Office-Technik-Anbieter, EDV und Informationstechnologie, Medizintechnik, die Bestattungsbranche oder die Dentaltechnik.

Beispiel Gastronomie-Fachhandel
Hersteller und Händler von Gastronomietechnik und Bedarf wissen um die saisonal bedingten Schwankungen ihrer Kunden. Sommerzeit, Ferien, Feiertage – traditionelle Hochzeiten der Gastronomie und Hotellerie. Das ist kalkulierbar. Daher bietet abcfinance mit ihren Absatzfinanzierungen eine entsprechende Ratengestaltung, die es dem Gastronomen leichter macht die gewünschten Produkte zu finanzieren und auch größere Investitionen sofort zu realisieren. Und der Anbieter erhält den Kaufpreis für seine Waren innerhalb von 24 Stunden nach Vertragsabschluss. Ein etwaiges Ausfallrisiko übernimmt abcfinance. Zudem können zusätzliche Service- oder Modernisierungsoptionen in den Leasingvertrag aufgenommen werden, wodurch Händler und Hersteller ihre Kundenbindung festigen und Folgegeschäft generieren können. „Alle steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Vorteile des Leasing können dabei genutzt werden“, erklärt Ninow.