In Deutschland werden Jahr für Jahr unzählige Tonnen an Lebensmittel weggeworfen – laut Experten elf Millionen Tonnen in Privathaushalten und zwei Millionen Tonnen im Außer-Haus-Markt. Dagegen regt sich Widerstand: Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Unter www.zugutfuerdietonne.de gibt es Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit sowie Rezepte für beste Reste.

Ab sofort können Gastronomen die von der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ und Greentable entwickelten Beste-Reste-Boxen auch bei METRO Cash & Carry Deutschland erwerben. Greentable.de ist die erste deutsche Plattform für nachhaltige Gastronomieangebote und stellt in seinem Online-Restaurantführer Gastronomen und Produzenten vor, deren Prinzipien den unabhängig entwickelten Kriterien von bewusster Ernährung, nachhaltigem Einkauf, Umweltschutz und sozialem Engagement entsprechen. Die Plattform wurde Anfang 2015 von Matthias Tritsch und Marcus Ramster ins Leben gerufen und bereits zweimal vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat ausgezeichnet.

Verschwendung nicht weiter hinnehmen
Dazu erklärt Bundesernährungsminister Christian Schmidt: „Mein Ziel ist, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. In Restaurants, Großküchen und dem Eventcatering werden pro Gast und Jahr rund 23,6 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass kiloweise gute Lebensmittel in der Tonne landen. Deswegen wollen und werden wir das ändern. Dass unsere Beste-Reste-Box jetzt auch bei METRO Cash & Carry Deutschland deutschlandweit angeboten wird, ist ein wichtiger Schritt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung.“

Auch prominente Küchenprofis wie Christian Rach unterstützen die Aktion: „Doggy-Bag war gestern, Restlos genießen ist heute. Also: Beste Reste bestens genießen, keine Scheu vor dem Mitnehmen. Wegschmeißen wäre einfach zu schade – wegen der guten Produkte, aber auch wegen der Zeit, der Mühe und der Liebe, die drinstecken. Also lieber Gast, fordere deinen Gastronomen auf, dir das mitzugeben, was du nicht aufisst, und du, lieber Gastronom, biete doch deinem Gast offensiv an, das, was er bestellt hat und nicht aufessen kann, doch mit nach Hause zu nehmen.“

Laut den Initiatoren nutzen mittlerweile mehr als 200 Restaurants in Deutschland die nachhaltig produzierten Beste-Reste-Boxen. Weitere Informationen zur Aktion und der dahinter stehenden Kooperation gibt es auf der neuen Webseite www.restlos-geniessen.de. Hier können sich alle Gastronomen, die in ihren Restaurants die Box zum Einsatz bringen, eintragen. Eine interaktive Karte mit Suchfunktion informiert darüber, welche Gastronomiebetriebe die Beste-Reste-Boxen im Programm haben.

> Zu gut für die Tonne