Andere Länder, andere Sitten: In Restaurants in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz ist eine Karaffe frisches Trinkwasser aus der Leitung zur Begrüßung der Gäste am Tisch eine Selbstverständlichkeit. Laut einer aktuellen Umfrage von Bookatable verzichten lediglich 35 Prozent der Österreicher im Restaurant auf Leitungswasser, nur sieben Prozent der Schweizer schließen es aus. Währenddessen halten sich die meisten Deutschen (60 Prozent) bei der Bestellung lieber damit zurück– und das, obwohl 64 Prozent es täglich zuhause trinken.

In Deutschland ist das Angebot von Leitungswasser daher bislang noch relativ unüblich. Und das, obwohl beide Seiten profitieren: Der Gast freut sich über einen frischen Durstlöscher, der Wirt hat weniger Aufwand: Er braucht nicht für Nachschub zu sorgen, Liefer- und Rückgabetermine vereinbaren, Lagerplatz schaffen und Leergut stapeln. Genau aus diesen Gründen hat sich auch das Hotel Park Soltau in Soltau für den Zusatzservice von Trinkwasser aus der Leitung entschieden.

„In schönen Glaskaraffen und aufgepeppt mit Kräutern und Früchten wie Minze, Zitrone, Limetten und Ingwer, bieten wir unser Leitungswasser neben unseren ursprünglichen Mineralwässern als zusätzliches Angebot zum Frühstück, Abendessen, im Bereich des Mittagsbuffets oder auch als Willkommensgruß an“, berichtet Birgit Hense, Leiterin des Veranstaltungsbüros. „Mineralwasser sollte nach wie vor angeboten werden, aber der Trend geht weg von kohlesäurehaltigen hin zu stillen Wässern, da ist der Schritt zum Leitungswasser nicht mehr weit“, erklärt Hense. Außerdem sei deutsches Leitungswasser für seine hervorragende Qualität bekannt und immer mehr Gäste fragten nach.

Das Thema Leitungswasser sei ihrer Meinung nach vor allem eine visuelle Geschichte. Optik und entsprechende Präsentation spielten hierbei eine wesentliche Rolle. Und auch das Einsparpotenzial und der günstige Preis im Vergleich zum Mineralwasser sei ein entscheidender Faktor – und das nicht nur für den Betrieb, sondern auch für den Gast, der entweder gar nichts oder nur eine geringe Summe für das Angebot bezahlt.

Umfrage: „Ist aufbereitetes Trinkwasser eine Alternative zu Mineralwasser?“

Umfrage: „Ist aufbereitetes Trinkwasser eine Alternative zu Mineralwasser?“
(Foto: Der Profitester)

„Ist aufbereitetes Trinkwasser eine Alternative zu Mineralwasser?“

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Ja, sagen über die Hälfte (61%) der Gastronomen, die an einer Umfrage von DerProfitester zu diesem Thema teilgenommen haben. Als Einsatzbereich kommen Veranstaltungen, Willkommensservice und Frühstück in Frage. 70 Prozent der Befragten gaben an, für das Wasser aus der Leitung einen Preis anzusetzen.

Die Ergebnisse der gesamten Umfrage finden sie unter: www.derprofitester.de/presse

Teilnehmende Betriebe

Das Hotel Park Soltau ist einer von vielen gastgewerblichen Betrieben, die an der Kampagne „trink’Wasser – frisch gezapft“ teilnehmen. Die Aktion wurde vom dem Forum Trinkwasser, das sich für das Lebensmittel Trinkwasser stark macht, und Greentable, einem Infoportal für nachhaltige Gastronomieangebote, ins Leben gerufen. Wer das entsprechende Label an Restauranttüren sieht, der weiß: Hier wird Trinkwasser frisch aus der Leitung serviert.

Das Forum Trinkwasser und Greentable setzen sich dafür ein, dass der Durstlöscher einen Platz in Restaurants und Cafés erhält. Die Kampagne findet unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministeriums statt. Unterstützer sind auch die örtlichen Wasserversorger (Stadtwerke Soltau und Schneverdingen-Neuenkirchen), der Heidekreis und der DEHOGA Niedersachsen.

Die Bäckerei Schwichtenberg aus Bispingen, teilnehmender Betrieb an der Kampagne „trink‘Wasser – frisch gezapft“ des Forum Trinkwasser und Greentable, bietet ihren Gästen Leitungswasser als Zusatzangebot an. Die Karaffe kann für einen Euro beliebig oft nachgefüllt werden.

Die Bäckerei Schwichtenberg aus Bispingen, teilnehmender Betrieb an der Kampagne „trink‘Wasser – frisch gezapft“ des Forum Trinkwasser und Greentable, bietet ihren Gästen Leitungswasser als Zusatzangebot an. Die Karaffe kann für einen Euro beliebig oft nachgefüllt werden. (Foto: Bäckerei Schwichtenberg)

Die teilnehmenden Gastronomie-Betriebe bieten ihren Gästen während der Sommermonate aktiv Leitungswasser an. Den Preis für das Glas oder die Karaffe bestimmt der Wirt dabei selbst. Die Bäckerei Schwichtenberg aus Bispingen hat sich dazu entschieden, einen Euro für die Karaffe zu nehmen. „Zurzeit bieten wir das Leitungswasser als Zusatzangebot an, da nach wie vor auch Mineralwasser bestellt wird. Die Karaffe kann für einen Euro beliebig oft nachgefüllt werden“, schildert Janina Sperk von der Bäckerei Schwichtenberg.

„Wir setzen bei unseren Rohstoffen auf regionale Bezugsquellen. Die Idee, unseren Kunden auch das qualitativ hochwertige Leitungswasser anzubieten, fanden wir daher auf Anhieb gut und zudem passend zu unserem Konzept, das auf Regionalität setzt“, schildert sie weiter. „Das Leitungswasser bieten wir unseren Kunden in den Karaffen, die uns im Rahmen der ‚trink’Wasser – frisch gezapft‘-Kampagne zur Verfügung gestellt wurden, an. Es ist in der Regel gekühlt und zum Beispiel mit einem Strauch Minze versehen. Eine Karaffe steht gut sichtbar auf dem Ladentresen, außerdem finden unsere Kunden die Flyer und Aufsteller auf den Tischen im Café. Dort wird es auch ausschließlich von den Gästen abgefragt.“ Geplant sei, das Angebot des Leitungswassers auch über den Aktionszeitraum der Kampagne hinaus anzubieten.          

Weitere Infos rund um Trinkwasser aus der Leitung finden Sie unter www.forum-trinkwasser.de