Zwar verfügen die meisten Unternehmen der Branchen Gastronomie, Beauty & Wellness und Freizeitaktivitäten inzwischen über eine eigene Onlinepräsenz, doch fließt der größte Teil ihres Marketingbudgets weiterhin in klassische Maßnahmen.

Dabei haben sich Mediennutzung und Konsumverhalten radikal verändert. Die Organisation des täglichen Lebens erfolgt immer öfter mobil auf Smartphone, Tablet und über Apps. Für Unternehmen eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihre Zielgruppen noch effizienter und zielgerichteter anzusprechen. „Der Kunde 4.0 erwartet heute vielfältige physische und digitale Touchpoints, um mit einem Unternehmen im Kontakt zu treten”, sagt Dominik Dreyer, Geschäftsführer Groupon Deutschland.

Die Ergebnisse der Groupon Deutschland Studie zeigen: Der Aufklärungsbedarf bei deutschen Kleinunternehmen hinsichtlich des digitalen Marketing ist weiterhin hoch. Die Hälfte der befragten Unternehmen gibt nur maximal zehn Prozent ihrer Werbeausgaben für Suchmaschinenmarketing, Social-Media-Anzeigen, E-Mail-Werbung, Apps, Affiliates- oder Display-Marketing aus. Unternehmen, die digital aktiv sind, setzen überwiegend auf kostengünstige Owned-Media-Maßnahmen: 83 Prozent der Kleinunternehmen haben eine eigene Webseite und 59 Prozent nutzen Social Media in Form eines Facebook- oder Instagram-Auftritts.

Bei Paid Media dominiert weiterhin Print: Während noch mehr als die Hälfte der Kleinunternehmen Flyer und Handzettel druckt sowie Anzeigen in lokalen Zeitungen bucht, schaltet nur jedes dritte Social-Media-Anzeigen und nur ein Viertel der Befragten betreibt Suchmaschinenmarketing. Fragt man nach, welche Marketing-Maßnahmen als besonders effektiv eingeschätzt werden, gehen die Meinungen weit auseinander. Laut Studie liegt dies daran, dass der Erfolg der eingesetzten Mittel nur unzureichend gemessen wird. Jeder vierte Kleinunternehmer misst bei keiner seiner Aktivitäten den Erfolg.

„Digitale Marketing-Aktivitäten lassen sich sehr gut messen. Es ist erstaunlich, dass vergleichsweise wenige der befragten Unternehmen davon Gebrauch machen“, stellt Dominik Dreyer fest. Tatsächlich bescheinigen sich viele inhabergeführte Kleinunternehmer ein Kompetenzdefizit und wünschen sich mehr Hilfestellungen beim digitalen Marketing.