„Dazu gehört erst einmal der Einsatz aller technischen Hilfsmittel“, erklärt der Senior von Landhotel und Landgasthaus „Naafs Häuschen“, das sich malerisch in das idyllische Aggertal zwischen Olpe und Köln schmiegt. Mehr als 10 000 Übernachtungen pro Jahr kann das 1824 begründete „Häuschen“ heute bewältigen.
Natürlich sind alle Mitarbeiter mit Handys bestückt – allen voran die drei Geschäftsführer, die Rezeptionistinnen und erst recht der Hausmeister. „Wir haben unseren gesamten Anschluss mit allen Festnetzleitungen bei der Telekom innerhalb des DEHOGA-Rahmenvertrages platziert, ebenso unsere Mobiltelefone“, beschreibt Helmut Otto. „Das Grundstück ist so groß! Mit der Handy-Flatrate braucht man keine Hausrufanlage, sondern kann getrost über das Netz den Hausmeister rufen.“
Handy ersetzt kein Zimmer-Telefon
Denn Bernd Karkowski, die „gute Seele“ des Hauses, ist meistens irgendwo auf den mehrere tausend Quadratmeter umfassenden Außenanlagen unterwegs, pflegt hier Blumen und Büsche, mäht dort den Rasen und schafft umgehend Abhilfe, wenn auch nur eine Glühbirne ausgetauscht werden muss.
Als Vorsitzender des „Lenkungsausschusses Deutsche Hotelklassifizierung“ wird Helmut Otto immer wieder mit der Frage konfrontiert: „Kann man im dritten Jahrtausend, da jeder ein Handy in der Tasche hat, das Zimmertelefon noch als Muss ansehen?“
Die Antwort ist entscheidend, denn der Lenkungsausschuss legt die Pflichtkriterien für die Hotelklassifizierung fest. Er hat entschieden: „Schon aus Sicherheitsgründen sollte auf jedem Zimmer ein Telefon sein“, wie Helmut Otto erklärt. „Natürlich muss man in diesem Fall die Technik stellen, ohne dass sie noch Gebühren einbringt, aber durch die Telekom-Rahmenvertragsgestaltung sind die Kosten überschaubar.“
Der Standard liege heute doch viel höher, betont Helmut Otto: „Der Standard ist Internet, Internet, Internet bis zum Fax auf dem Zimmer.“ Nicht auf jedem Zimmer müsse ein Fax stehen, aber das Angebot müsse da sein. „LAN ist Standard“, sagt der 72-Jährige, der auf der Website seines Hotels mit der Internet-Flatrate wirbt: „Unsere Gäste holen sich eine Code-Nummer an der Rezeption und können für eine minimale Pauschale surfen, was das Herz begehrt. Dank unserer Flatrate ist das gar kein Problem.“
Internet als Marketinginstrument nutzen
In der Klassifizierung zeigt sich der steigende Stellenwert des Internetangebots: Bietet ein Hotel seinen Gästen einen WLAN-Zugang, wird das bei der Klassifizierung inzwischen mit acht statt bisher zwei Punkten bewertet. Die zunehmende Bedeutung macht den komfortablen Web-Zugang wie beim HotSpot zum zusätzlichen Service- und damit Wettbewerbsfaktor.
Zwei hoteleigene Websites betreiben Landhotel und Landgasthaus „Naafs Häuschen“ – neben naaf.de eine weitere unter tagungshotel.de. „Die Websites werden sehr oft aufgerufen“, stellt Otto fest. „Offenbar klickt jeder, der bei uns feiern oder unsere Dienste in Anspruch nehmen will, zuerst dort an.“

Auch in der Küche ist das Telefon unverzichtbar: Wurde beim Einkauf etwas vergessen, kann es schnell nachgeordert werden. Foto: Holger Bernert
Noch wichtiger aber sei, dass sich die Buchungen immer mehr ins Intenet verlagern: „Heute kommen schon 50 Prozent der Gäste übers Internet, der Anteil wird in kürzester Zeit auf 80 Prozent steigen“, schätzt man im Lenkungsausschuss.
Denn der Gast wird anspruchsvoller: „Früher kam eine Anfrage per Post, und der Gast wartete geduldig tagelang auf die schriftliche Bestätigung seiner Reservierung. Heute darf er sie innerhalb weniger Stunden erwarten.
Und in den großen Hotels läuft vieles direkt über Buchungsportale. Gerade für mittlere und kleine Hotels ist das Internet aber ein hervorragendes Marketinginstrument. Der Gast braucht Orientierung“, betont der Fachmann. So hat sich „Naafs-Häuschen“, 1824 zum ersten Mal in einem Konzessionsbescheid erwähnt, bis heute zu einem modernen Drei-Sterne-Superior Hotel- und Gastronomiebetrieb entwickelt.
Der Grundstein für die jahrhundertelange Gastro-Tradition ist im Fall von Familie Otto gleich ein ganzer Hügel. Den mussten die Bauern des Aggertals auf ihrem Weg zum Markt in Köln erklimmen: Die einzige Steigung auf der Strecke Gummersbach-Köln befand sich direkt an der damaligen Torfstecherei und Schmiede Naaf.
Um die schwer beladenen Wagen bergauf zu bugsieren, mussten Pferde vorgespannt werden. Derweil kehrten die Bauern in „Naafs Häuschen“ ein und pausierten bei Bier, Schnaps oder alkoholfreiem „Quatsch“. Auf dem Rückweg vom Markt – die Taschen voll Geld – gönnten sich die Bauern erneut eine Erfrischung.
Heute lassen die Bit-Schenke im alten Kuhstall, der Biergarten im ehemaligen Obstgarten und auch die Hochzeits- und Partyscheune gern noch den landwirtschaftlichen Ursprung erkennen. Auch im Marketing setzen Helmut Otto und sein Sohn und Nachfolger Dr. Holger Otto auf den „Landvorteil“.
Alleinstellung aus den Gegebenheiten schaffen
Denn eine Erfolgsstrategie von Helmut Otto, der das Hotel kurz nach seiner Heirat 1963 von seinem Vater übernahm und 1988 weiter ausbaute, ist die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen. Dabei nutzt Otto die weitläufigen örtlichen Gegebenheiten zum Vorteil des Hauses, zum Beispiel für eine Driving-Range mit 6-Loch-Anlage und Golfschnupperkursen.
Noch aktiver kann man im Klettergarten unter fachkundiger Aufsicht oder beim Agger-Rafting werden. Fackelwanderungen und GPS-Touren ergänzen das Angebot für Urlauber und Tagungsgäste. „Erlebnisse, die ein Stadthotel nur schwerlich bieten kann“, erläutert Otto. Überhaupt steckt Naafs Häuschen voller Besonderheiten.
Wer sich etwa eine Landhochzeit wünscht, kann nicht nur die Feier, sondern gar die Trauung selbst im hauseigenen Standesamt veranstalten. Als Hochzeitsgeschenk bieten sich Gutscheine in Form von „Naaf-Talern“, der eigenen Währung des Hauses, an.
Neben Ausstattung und Angebot legt Familie Otto Wert auf familiäre Atmosphäre und besten Service. Der Betrieb der Familie Otto besteht aus Hotel und Gastronomie, die durchaus unterschiedliche Kundengruppen anziehen. Jede Zielgruppe aber soll perfekte Bedingungen vorfinden.
„Wenn man seinen Gästen bestmöglichen Service, Qualität und eine optimale Ausstattung bieten möchte, muss man ihre Ansprüche kennen“, weiß Helmut Otto. „Als Tagungshotel verfügen wir selbstverständlich über die Technik vom Beamer bis zum Rednerpult. Aber auch der Hotelgast im Urlaub setzt einen Internetzugang voraus“, schildert der Hotelier.
Die Zukunft verheißt noch mehr: Gerade auf Tagungshotels kommen neue Anforderungen zu. In Zeiten von Globalisierung bei gleichzeitiger Kostenoptimierung und Umweltbewusstsein werden Video-Konferenzen einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Hotels, die technische Investitionen nicht scheuen, haben damit bei den Buchungszahlen die Nase vorn, ist Otto überzeugt. „Auch eine Dolmetscherkabine wird in Zukunft bei großen Hotels zur Standardausstattung gehören.“
Bei alledem ist sich Ehrenpräsident Otto sicher, dass Technik, so notwendig sie ist, nicht den Menschen ersetzt: „Als Hoteliers haben wir das Privileg, viele besondere Menschen zu treffen und ihnen zeitweise ein schönes Zuhause zu bieten. Schon darum habe ich meinen Beruf immer gemocht.“
Exklusive Partnerschaft
Die Deutsche Telekom ist Rahmenvertragspartner der Service GmbH des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (INTERHOGA GmbH) und bietet den DEHOGA-Mitgliedern Kommunikationslösungen zu exklusiven Partnerpreisen.
DEHOGA-Mitglieder erreichen ihren persönlichen Berater (DEHOGA-Rahmenvertragsnummer 12185 nennen) unter
Telefon: 0800 330 034 507
E-Mail: verbaende@telekom.de


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