Bis Mitte des Jahres muss die Mindestlohn-Kommission über die erste gesetzlich vorgesehene Anpassung des Mindestlohns befinden. In ihrer seit Anfang März vorliegenden Geschäftsordnung ist nun auch förmlich festgelegt, dass sich die Kommission bei ihrer Entscheidung am Tarifindex des Statistischen Bundesamts orientieren wird, meldet der DEHOGA Bundesverband. Abweichungen sollen nur bei besonderen, gravierenden Umständen aufgrund der Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung möglich sein – und dann auch nur mit einer Zweidrittelmehrheit der Kommissionsmitglieder. Bis Ende Februar 2016 stieg der Tarifindex seit Einführung des Mindestlohns um 2,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Rechne man dies nun bis zum 30. Juni 2016 und damit dem Stichtag für die Kommission hoch, ergebe sich für den Mindestlohn eine voraussichtliche Steigerung um rund 30 Cent auf 8,80 Euro, die dann ab Januar 2017 gelten würden, heißt es weiter aus Berlin.

> Quelle: DEHOGA compact