Brandschutz ist ein Thema, mit dem sich der Hotelier nicht gern beschäftigt, denn er kostet meist viel Geld. Doch wer sich damit beschäftigt, kann im Ernstfall richtig Geld sparen. Denn: Wer weiß, welche gesetzlichen Regelungen wirklich greifen, und diese erfüllt, steht im Falle eines Schadens auf der sicheren Seite, raten die Versicherungsexperten von Fritz & Fritz.

Die Forderungen der Behörden im Hinblick auf den Brandschutz kosten meist viel Geld und sind von Bundesland zu Bundesland leicht unterschiedlich. Entscheidend jedoch ist der Bestandsschutz. Wer beispielsweise ein Hotel betreibt, das 1912 errichtet worden ist und zu dieser Zeit die Auflagen erfüllte, der kann sich auf diesen berufen.

Tipp der Versicherungsexperten: Heben Sie alle Bauunterlagen und sämtliche Korrespondenz dazu auf. Im Streitfall sind sie Gold wert!

Im Schadenfall zählt für den Hotelier am Ende, dass er sowohl die behördlichen und gesetzlichen Auflagen erfüllt hat als auch versicherungstechnisch auf der sicheren Seite steht. Meist hilft eine Begehung und Beratung durch einen Brandschutzbeauftragten weiter. Die kostet zwar Geld, spart aber hohe Ausgaben. Denn nicht jede Brandschutzmaßnahme, die für neu errichtete Gebäude gilt und teilweise von den Behörden auch für Bestandsgebäude gefordert wird, muss auf bestehende Gebäude und Anlagen übertragen werden.

Und: Wer die für seinen Betrieb geltenden Brandschutzvorschriften kennt und einhält, ist in Sachen Haftung und Versicherungsschutz auf der sicheren Seite! Und hat eine starke Position gegenüber den Behörden und den Versicherungen.

Aktiv Saunabrände verhindern

Eine Sauna gehört zu einem guten Hotelbetrieb dazu. Doch der Ofen ist eine der häufigsten Brandursachen in Hotels. Deshalb sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Saunaofen vor der Inbetriebnahme inspizieren
  • Saunabetrieb immer von Hand ein- und ausschaltenMehrmalige Kontrolle in der Aufheizphase
  • Abschaltung von automatischen Aufgussanlagen
  • Aufgüsse nur durch geschultes Personal
  • Installation von Brandmeldern
  • Regelmäßige Kontrollen während der Betriebszeit
  • Installation eines Temperatur-Sicherheitsbegrenzers
  • Meldungen von Notabschaltungen oder Alarmen direkt an die Rezeption
  • Jährliche Prüfungen durch Elektro-Fachbetrieb