Bei der Eröffnung unterstrich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Bedeutung der Branche. „Die Strukturen der Wirtshäuser darf man nicht mutwillig zerstören.“ Dazu gehörte eine Reihe von Maßnahmen, um die Arbeit der Unternehmer zu erleichtern. Erkannt habe die Politik, so Schmidt, dass es beim Arbeitszeitgesetz „brachenspezifische Besonderheiten gibt“ und man in eine „Selbstfesselung“ geraten sei. Man wolle den Arbeitsschutz nicht aushöhlen, brauche aber mehr Flexibilität, die er dem Gastgewerbe gerne zugestehen wolle. Im Hinblick auf die Ernährung betonte der Minister, dass man den Menschen ihre Ernährung nicht vorschreiben könne und wolle. Man sollte ihnen die notwendigen Informationen geben – und bei deren Definition wolle er gerne auf die Erfahrungen aus der Praxis zurückgreifen. Und zur Branchenforderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz sah Schmidt ebenfalls großen Handlungsbedarf. Er könne die aktuelle Regelung auch nicht begründen, weil zu viele Widersprüchlichkeiten enthalten seien. Eine sachbezogene Diskussion sei nötig, so der Bundeslandwirtschaftsminister, der sich anschließend mit DEHOGA-Präsident Guido Zöllick und DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer zu einem Rundgang durch die Messe aufmachte.

Ganz deutlich wird bei der HOGA, dass das Thema Digitalisierung inzwischen auch im Gastgewerbe angekommen ist. Smartphone-Steuerungen für die Kaffeemaschinen, internet-basierte Kommunikation mit der Spülmaschine, neue Plattformen und Vermarktungsideen: Ohne Digitalisierung wird es in Zukunft auch im Gastgewerbe nicht mehr gehen. Die Chancen sind vielfältig und könnten auch bis zu einem gewissen Grad den Fachkräftemangel entschärfen. Es bedeutet aber auch: Die Unternehmer müssen sich nicht nur mit den neuen Themen beschäftigen, sondern auch bereit sein, sich darauf einzulassen.

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