Zöllick appelliert in seinem Statement zum Wahlergebnis an die Verantwortung der Politiker für die Zukunft des Landes. „’Jamaika’ ist nicht einfach, kann aber bei gutem Willen aller Beteiligten gelingen“, so der Präsident. Die Union müsse ihrer Rolle als Gewinnerin der Wahl, trotz Stimmverlusten, gerecht werden. Zöllick begrüßt zugleich den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag, den er verbindet damit die „Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik“. Beim DEHOGA Wahlcheck vor der Bundestagswahl hatte sich zwischen den Forderungen der Branche und den Wahlaussagen der FDP die größte Übereinstimmung gezeigt. „Auch nachhaltige grüne Politik kann den Standort Deutschland stärken, wenn sie mit Augenmaß und wissenschaftlicher Expertise und nicht ideologisch erfolgt“, so Zöllick.

Der DEHOGA erwartet konkret ein Regierungsprogramm, das den Mittelstand durch Bürokratieabbau, steuerliche Entlastung und mehr Flexibilität fördert. „Wir wünschen uns, dass die Koalitionäre das Gastgewerbe als wichtigen Jobmotor anerkennen und die bedeutende Rolle unserer Betriebe für die Wirtschaft und die Gesellschaft würdigen“, unterstreicht der Präsident die Bedeutung der Branche.

Für die Demokratie im Land sei das Ende der Großen Koalition nicht beklagenswert, sondern biete auch für die SPD Chancen, sich als größte Oppositionspartei einzubringen und ihre Akzente zu setzen.

„Für unsere Branche der Gastfreundschaft ist es von elementarer Bedeutung, dass das Ansehen Deutschlands in der Welt nicht durch Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus Schaden nimmt“, betont der Präsident ausdrücklich mit Blick auf den Einzug der AfD in den Bundestag. Alle Parteien seien insoweit aufgerufen, sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen – in Deutschland und Europa.