Das allerdings hat Konsequenzen, denn künftig darf ein Produkt unter der Bezeichnung „Obatzda/Obatzder“ nur noch angeboten werden, wenn die definierten Anforderungen der Produktspezifikation eingehalten werden, die Herstellung in Bayern erfolgt und ein entsprechendes Zertifikat vorliegt. Und das gilt auch, wenn Gastronomen die leckere Mischung aus Camenbert, Zwiebeln und Paprika selbst herstellen.

 

Für Gastronomen gibt es jetzt drei Möglichkeiten:

  1. Einen Obatzda/Obatzder fertig zukaufen und dabei auf die Zertifizierung des Herstellers achten
  2. Einen aufwendigen Zertifizierungsprozess durchlaufen, der mit Kosten und Dokumentationen verbunden ist, um weiterhin Obatzda/Obatzder selbst herstellen zu können
  3. Dem Produkt einen anderen Namen geben („Biergartenkäse“ oder „Gerupfter“), wobei auch die Bezeichnung „Art Obatzda/Obatzder“ nicht zulässig ist

Es wird darauf hingewiesen, dass die amtliche Lebensmittelüberwachung im Rahmen von Stichprobenkontrollen den Missbrauch von geschützten Lebensmittelangaben überwacht und ein Verstoß mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Der DEHOGA Bayern will das Gespräch mit den Behörden suchen, um eine Lösung zu finden, damit Gastronomen auch weiterhin die Käsespezialität aus eigener Herstellung unter dem wohl bekannten Namen anbieten dürfen.