Hoteliers und Gastronomen sollten aber darauf achten, wie sich solche Vergünstigungen auf die Lohnsteuer auswirken, wenn sie beispielsweise Mitarbeiterpreise für Hotelzimmer festsetzen, vergünstigte Mittagessen anbieten und, und, und. Der DEHOGA Bundesverband weist in diesem Zusammenhang auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums von Ende Januar hin. Darin regelt die Finanzverwaltung, in welchen Fällen die Rabatte von Dritten, also der Unternehmen, „lohnsteuerlich beachtlich oder auch unbeachtlich“ sind. Das Bundesfinanzministerium hat folgende Kernaussagen getroffen, und Unternehmer sollten nicht versäumen, diese für die monatlichen Abrechnungen der Mitarbeiter aufzunehmen und mit dem Steuerberater zu diskutieren.

  • Preisvorteile, die Arbeitnehmern von dritter Seite eingeräumt werden, sind Arbeitslohn, wenn sie sich für den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit für den Arbeitgeber darstellen und wenn sie im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis stehen.
  • Ein überwiegend eigenwirtschaftliches Interesse des Dritten schließt die Annahme von Arbeitslohn dagegen in der Regel aus.
  • Arbeitslohn liegt auch dann nicht vor, wenn und soweit der Preisvorteil auch fremden Dritten üblicherweise im normalen Geschäftsverkehr eingeräumt wird (zum Beispiel Mengenrabatte).
  • Es spricht dafür, dass Preisvorteile zum Arbeitslohn gehören, wenn der Arbeitgeber an der Verschaffung dieser Preisvorteile aktiv mitgewirkt hat.