Täglich werden Tausende Tonnen Wasser bewegt: Von der Abfüllung zum Gastronomen, vom Keller dort in die Kühlung und zum Gast. Und das Leergut dann – zumindest bei Mehrwegflaschen – wieder zurück. Oder die Plastikflaschen zum Recycling. „Das ist im Sinne eines umweltbewussten Wirtschaftens nicht unbedingt sinnvoll und muss eigentlich auch nicht sein“, so Oliver Enderlein von der ProWater Consulting. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Konzepte, um z.B. mit Tafelwasser den eigenen Ertrag zu steigern. Denn Trinkwasser ist eines der am schärfsten überwachten Lebensmittel und in vielen Regionen schmeckt es sogar besser als Wasser aus der Flasche.“

Viele Gastronomen zögern an dieser Stelle. Hauptgrund dafür ist die unter Gästen weitverbreitete Meinung, dass Leitungswasser erheblich günstiger als Mineralwasser, wenn nicht sogar kostenlos angeboten werden muss. Sicherlich: In einigen Ländern ist das Wasser-Angebot üblich, in anderen, wie beispielsweise in Frankreich, sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Die Präsentationsform macht den Unterschied

Oliver Enderlein, Geschäftsführer der ProWater Consulting und Impulsgeber der Initiative Qualität-Wasser.

Oliver Enderlein, Geschäftsführer der ProWater Consulting und Impulsgeber der Initiative Qualität-Wasser. (Foto: Petra Fiedler)

Die Frage des akzeptierten Preises ist in hohem Maße eine Frage der Präsentation und der damit verbundenen Geschichte. Klar ist: Der Gastronom bietet mit dem Tafelwasser eine Dienstleistung an. Das Wasser kommt in bester Qualität, gekühlt, still oder sprudelnd zum Gast – und das noch mit einem freundlichen Lächeln. 

Die ProWater Consulting sieht für den Gastronomen steigende Verkaufsmargen in einem schlüssigen Gesamtkonzept: Tafelwasserautomat, Designerflaschen mit eigenem Logo und Tischaufsteller mit der Geschichte zum regionalen Produkt. „So entsteht ihre eigene Wassermarke. Diese verleiht dem Tafelwasser genau den Touch des Besonderen, zeigt, dass es der Gastronom ernst meint mit seinem Wasserangebot. Spezielle Filter helfen, das Wasser zusätzlich zu reinigen und geschmacklich zu veredeln.“

Wird Tafelwasser den Gästen in eleganten Glasflaschen serviert und ist auf der Karte klar ersichtlich, dass Wasser als besonderes Lebensmittel angesehen wird, ist der Gast auch bereit, dafür zu zahlen. Dies zeigen Umfragen während verschiedener Testinstallationen, die die ProWater ausgewählten Profitestern anbietet. Zumal der Gast auch beim Post-Mix von Softdrinks mit Leitungswasser „gestreckten“ Sirup akzeptiert.

Mehr Infos gibt die Initiative QualitätWasser: Örtliches Trinkwasser ist extrem umweltschonend und reduziert den Ausstoß von unnötigem CO. Nach der Entnahme aus der Wasserleitung belastet kein Transport Straßen und Umwelt. Das darf den Gästen auch mitgeteilt und bewusst gemacht werden. Der Verzicht auf Flaschen, insbesondere auf Einweg- oder PET-Flaschen, ist ein guter Schritt – von der Entlastung der Mitarbeiter beim „Kisten-Schleppen“ ganz zu schweigen.

> www.qualitaet-wasser.de