Steigende Energiekosten, ein immer höherer Energieverbrauch und ein zunehmend verwirrendes Informationsangebot machen Strom, Gas und Co. zu sehr komplexen Themen, die für Unternehmer schwierig zu durchschauen sind und starke Auswirkungen auf Gastronomie und Hotellerie haben – denn Energiekosten schlucken einen hohen Anteil des Umsatzes im Betrieb. Laut Zahlen der Energiekampagne Gastgewerbe, dem zentralen Informationsportal von DEHOGA, Hotelverband Deutschland und weiteren Partnern, liegen die Kosten bereits bei fünf bis zehn Prozent der Umsätze.

Doch was können Hoteliers und Gastronomen tun, um dieser Entwicklung Herr zu werden und nicht auf Dauer einen steigenden Teil ihrer Umsätze in die Energieversorgung investieren zu müssen? Dafür existieren verschiedene Lösungen. Ein Beispiel: Sich zeigen lassen, wie man richtig Energie spart. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Suche nach den größten Effizienzlücken – und übernimmt 80 Prozent der Kosten für eine Energieberatung. Die Höhe der Förderung hängt von den Energiekosten des Unternehmens ab: Unternehmen, deren Energiekosten mehr als 10.000 Euro betragen, erhalten 80 Prozent des Beraterhonorars einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 8000 Euro. Unternehmen, deren jährliche Energiekosten unter der 10.000-Euro-Marke liegen, erhalten ebenfalls 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, jedoch maximal 1200 Euro. Auf der Website www.deutschland-machts-effizient.de sind dazu weitere Informationen verfügbar, auch geeignete Energieberater in ganz Deutschland werden dort gelistet.

Im Rahmen der breit angelegten Informationskampagne „Deutschland macht’s effizient“ weist das Wirtschaftsministerium auch auf zahlreiche weitere Förderprogramme im Bereich der Energie hin; die allermeisten sind auch für Unternehmen aus dem Gastgewerbe zugänglich. Insgesamt existieren 17 solcher Programme, unter anderem zur Einführung von Energie-Management-Systemen, zur Installation von Kälte- und Klimaanlagen, zur Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien oder aber für den Einsatz von Querschnittstechnologien. Das Wirtschaftsministerium betont generell die Bedeutung einer energetischen Sanierung – gerade im gewerblichen Bereich. Wo viel verbraucht werde, schlummerten meist auch große Energieeinsparpotenziale, die sich mit wirtschaftlichen Maßnahmen erschließen ließen. Werde hier gespart, falle das auch betriebswirtschaftlich ins Gewicht. So spare beispielsweise eine energieeffiziente LED-Beleuchtung bis zu 50 Prozent der Energiekosten fürs Licht, dazu kämen Möglichkeiten wie die Gebäudeautomation oder Heizungsmodernisierung, Maßnahmen zur Dämmung oder sogar zur umfassenden Modernisierung. Das stärke die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und mache sie unabhängiger von schwankenden Marktpreisen für Öl und andere fossile Energien.

Zudem fördere Energieeffizienz das Image: Im Sinne der Nachhaltigkeit punkteten Unternehmer dem Wirtschaftsministerium zufolge bei den Kunden, und gerade in Gastronomie und Hotellerie kommt Umweltschutz bei den Gästen erwiesenermaßen sehr gut an.