Anforderungen an die Materialien

Möbel im Außenraum sind erheblichen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Neben Feuchtigkeit, Regen und Hagel beansprucht stark schwankende Sonneneinstrahlung die Materialien.

Tina Hericke

Tina Hericke (Foto: Go In)

Die UV-Strahlung setzt insbesondere flexiblen Geweben zu. Im Winter kann Frost durch Haarrisse unter die Oberflächen wandern und diese beschädigen. Beim Zubehör sollte bedacht werden, dass weiche Auflagepolster oder Kissen nur bedingt wasserdicht sind, da das Luftvolumen aus- und eintreten muss, um den Sitzkomfort zu gewährleisten. Geeignetes Material für Tischplatten sind Schichtstoff, Kunstmarmor, Glas, PC-Platten, beschichtetes Aluminium und das Kunstholz Resysta. Die beiden letzteren eignen sich auch für dauerhaft robuste Stühle.

Für eine natürliche Haptik sorgen Tischplatten aus Granit und Edelhölzern wie Eukalyptus oder Teak. Die geölten Holzoberflächen bedürfen jedoch einer regelmäßigen Pflege, um ihre Widerstandsfähigkeit und Schönheit zu bewahren. Stühle für den Außenraum sollten aus Kunststoff, beschichtetem Aluminium beziehungsweise Stahl oder idealerweise Edelstahl gefertigt sein. Sitzkomfort bieten sie mit hautfreundlichen Meshgeweben oder Geflechten. Metallstühle können mit separaten Sitzkissen aufgewertet werden.

Tische und Stühle

In einem Café werden kleinere Tische als in einem Restaurant benötigt – für ein Standardgedeck rechnet man mit 30 Zentimeter in der Breite und 20 Zentimeter in der Tiefe. Quadratische Tische beanspruchen weniger Platz als runde, eckige Tische mit 60 mal 60 Zentimeter bis maximal 70 mal 70 Zentimeter sind flexibel, da sie für zwei Gäste mit kleinen Tabletts geeignet sind oder zu längeren Tafeln zusammengeschoben werden können. Tische mit Mittelsäule erlauben eine flexiblere Anordnung der Stühle und behindern die Gäste nicht beim Aufstehen. Speziell im Außenbereich sind Tisch-Bank-Kombinationen schick und darüber hinaus platzsparend. Eine Lounge-Ecke stellt die ideale Ergänzung zum Café-Bereich dar und lädt zu einem schnellen Kaffee oder kühlen Getränk ein. Stehtische, kombiniert mit Barhockern, lockern auch im Außenbereich das Gesamtbild auf.


Darauf sollten Sie achten!

  • Materialien: Sind die ausgewählten Möbel pflegeleicht, robust, eventuell stapelbar und leicht zu bewegen?
  • Quadratische Tische benötigen weniger Platz als runde: Eckige Tische mit 60 mal 60 Zentimeter bis maximal 70 mal 70 Zentimeter sind flexibel, da sie für zwei Gäste mit kleinen Tabletts geeignet sind oder zu längeren „Tafeln“ zusammengeschoben werden können.
  • Tische mit Mittelsäule erlauben eine flexiblere Anordnung der Stühle und behindern die Gäste nicht beim Aufstehen.
  • Sind ausreichend Laufwege für die Gäste und das Personal eingeplant?
  • Dekoration: Ist das Farbkonzept harmonisch und auf den Innenbereich abgestimmt?
  • Unverzichtbar: Diebstahlsicherungen für Tische und Stühle, Wetterschutzhüllen für Sonnenschirme, Aufbewahrungsmöglichkeit im Winter.

Schattenspender

Sonnenschirme, passend zum Stil- und Farbkonzept des Cafés, sind das i-Tüpfelchen beim Gesamteindruck. Eingelassene Hülsen für Schirmständer haben den Vorteil, dass der Bodenraum für die Möbel besser genutzt werden kann – hingegen bleibt man mit Schirmständern in der Gestaltung der Terrasse flexibel. Bäume als Schattenspender bieten ein angenehmes Mikroklima durch die Verdunstung von Feuchtigkeit. Zudem bindet das Laub Staubpartikel und dämpft Lärmeinflüsse. Nachteil der natürlichen Verschattung sind insbesondere Früchte und Laub im Herbst, die Großbäume in beachtlichen Mengen abwerfen.

Funktionalität

Im Rahmen der Funktionalität sind vor allem Anforderungen an effiziente Betriebsabläufe zu beachten. Gut geplante Servicewege und die Verwendung von praktischem, am Bedarf orientierten Mobiliar sind das A und O einer erfolgreichen Terrassengestaltung. Für die tägliche Reinigung sollten die Stühle leicht und stapelbar sein – dies gilt auch, wenn nach Geschäftsschluss beispielsweise der Gehweg freigeräumt werden muss. Praktisch sind Tische mit Kipptop-Mechanismus, deren Platten seitlich abgeklappt werden können. Auch sie lassen sich platzsparend zur Seite stellen.

Bedienungsräume

Hauptwege sollten auch in Cafés 120 Zentimeter nicht unterschreiten, ideal sind 150 Zentimeter Breite. Nebenwege sind dann gut bemessen, wenn sie eine Breite von etwa einem Meter aufweisen. Zwischen Stühlen sind Gehbereiche von mindestens 45 Zentimeter, bei hohen Hecken oder an Wänden mindestens 75 Zentimeter Breite der Gasse vorzusehen. Bei der Konzeption ist folgende Vorgehensweise sinnvoll:

  • a)  Festlegen der Zugänge und gegebenenfalls der Rettungswege, die aus dem Gebäude zwingend erforderlich sind. Hierzu ist auch der freie Raum auf Gehwegen zu berücksichtigen, der für den öffentlichen Fußgängerverkehr notwendig ist.
  • b)  Servicestützpunkte festlegen, pro 40 Sitzplätze ein Servicepunkt zentral angeordnet
  • c)  Festlegung der Tischgrößen (abhängig von der Nutzung) und der Platzierung der Möbel

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