„Rollt der Rubel, wenn Kegelkugeln rollen?“ Diese Frage wird von vielen Kegelbahnbetreibern eindeutig mit „Ja“ beantwortet. Aber vielfach rollen die Kugeln nicht mehr so oft wie vor 30 oder 40 Jahren, als es sogar Wartelisten für Kegelclubs gab. Viele Gastwirte reagierten damals auf die große Nachfrage und investierten in den Bau neuer Kegelbahnen. Jetzt stehen sie vor der Frage: Renovieren oder nicht?

„Das Problem ist, dass in den Jahren danach oftmals kaum noch in die Modernisierung der Kegelbahnen investiert wurde. Heute entspricht das Ambiente  vieler Kegelbahnen noch dem der 70er- oder 80er-Jahre. Und die Kegelbahntechnik ist ebenfalls nicht mehr zeitgemäß“, konstatiert Uwe Oldenburg. Der Präsident des Deutschen Kegler- und Bowlingbundes (DKB), des Dachverbandes der Bowling- und Kegelsportler(innen), sieht diese Entwicklung mit Sorge: „Wenn ich mich mit den Betreibern der Kegelbahnen unterhalte, dann höre ich häufiger, dass die Kegelbahnen immer seltener belegt seien und es sich deshalb nicht lohne, in die Modernisierung der Kegelbahnen zu investieren.“

Auf der anderen Seite gibt es jedoch Gastronomen, die genau anders denken: Sie investieren kontinuierlich in neue Technik und in ein modernes Kegelbahn-Ambiente. So gewinnen und binden sie Gäste, die regelmäßig auf „Alle Neune“ zielen und für verlässliche Umsätze sorgen.

Wenn es um Modernisierungsinvestitionen geht, setzt der Deutsche Kegler- und Bowlingbund selbstverständlich auf den Unternehmer- statt den Unterlasser-Typen. Denn: Kegelbahn-Anlagen können auch für den Kegelsport genutzt werden. Die Kegelsportler sorgen zwar nicht für hohe Getränkeumsätze, weil Alkohol während des Trainings oder der Wettkämpfe tabu ist. Allerdings nutzen die Kegelsportvereine die Bahnen oft nachmittags oder am frühen Abend, bevor die Keglerinnen und Kegler mit geselligen Ambitionen „in die Vollen“ gehen. Unter dem Strich werden mit dieser „Koexistenz“ von Sport- und Geselligkeitskeglern die Kegelbahn-Mieteinnahmen gesteigert.

Gastwirte mit mindestens zwei Kegelbahnen, die sich für die Gründung eines  Kegelsportvereins auf ihren Bahnen interessieren, können sich telefonisch (Telefon: 030 8731299) oder per E-Mail (dkb@kegelnundbowling.de) an den DKB wenden. Noch einmal DKB-Präsident Oldenburg: „Wir leisten mit unseren Strukturen, mit Tipps und Werbemitteln Starthilfe bei der Gründung und dem Aufbau eines Kegelsportvereins. Wer vorab Informationen über den organisierten Kegel- und Bowlingsport haben möchte, findet diese auf unserer Internetseite www.kegelnundbowling.de.“