Am Anfang stehen der leere Raum und der Gedanke: Wie gestalte ich diesen, wie mache ich ihn spannend, wie werden einzelne Zonen und damit unterschiedliche Aufgaben verwirklicht? Der Barbereich hat andere „Bedürfnisse“ als der Essbereich. Der Eingangsbereich wieder andere als der Thekenbereich. „Schon in der Planungsphase vor einer Neu- oder Umgestaltung sollten alle Räume eines Restaurants oder einer Bar ganzheitlich betrachtet werden“, merkt Ulrike Reschke von GO In an. „Raumkonzept, Innenarchitektur und Einrichtung bilden eine Einheit, die den Gast emotional anspricht. Eine eigene Individualität und ein Auftritt, mit dem man sich von der Masse abhebt, sind für gastronomische Konzepte zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden. In den vergangenen Jahren ist verstärkt eine Tendenz zum anspruchsvollen, unverwechselbaren Design zu erkennen. Essen, Trinken und Ambiente verschmelzen zu einem Gesamtkonzept, bei dem Design, Funktionalität und Individualität Hand in Hand gehen sollten.“

Neben Ästhetik und Design stünden weiterhin praktische Aspekte wie Pflegefreundlichkeit und Benutzung im Fokus. „Was zählt, sind Eigenschaften wie Stapelfähigkeit, Kombinierbarkeit oder geringes Gewicht“, so Ulrike Reschke. „Das Interieur seines Restaurants sollte der Existenzgründer unbedingt seinem Konzept anpassen“, empfehlen auch die Gastro Piraten:  „Will man seine Karte zum Beispiel an eher klassischen Vorbildern orientieren, sollte der zukünftige Restaurant Betreiber seine Inneneinrichtung ebenfalls eher klassisch, aber unverwechselbar gestalten“, empfiehlt die Unternehmensberatung für Gastronomie, Hotellerie und Industrie. „Lichtreklamen, Happy Hour-Zettel, bunte Tischaufsteller, Plastikstühle lassen in diesem Restaurantsegment keine gemütliche, klassische Atmosphäre entstehen. Soll das zukünftige Restaurant eher mit Attraktionen wie Live-Musik punkten, darf man durchaus mit knalligeren, moderneren Materialien bei der Inneneinrichtung arbeiten.“ Eigene Kreativität sei durchaus gefragt und wichtig.

Um aber doppelte oder dreifache Investitionen zum Beispiel bei der Planung und Bauausführung des Restaurants und der Küche zu vermeiden, sollte man sich auch bei diesen wichtigen, existenziellen Planungen Zeit lassen und auf die Erfahrung von erfolgreichen Beratern zurückgreifen, heißt es bei den Gastro Piraten weiter. Damit keine Monotonie in der Gestaltung aufkommt, ist unter anderem die Gestaltung und Einfügung vereinzelter Ruhezonen wichtig. Gastgewerbe-Magazin sprach mit Prof. Reinhard Grell, Dekan an der Hochschule OWL und Gesellschafter der Stuhlfabrik Schnieder, und mit Christian Michel, PR- und E-Commerce Manager bei M24, über den Stellenwert von Ruhezonen für ein Restaurant.

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