Woher kommen die Textilien und zu welchen Bedingungen werden sie produziert? Inwieweit lohnt es sich, auf die Qualität von Bettwäsche bis hin zu Berufsbekleidung zu achten? Ein bewusster Blick auf die Nachhaltigkeit bezüglich der Wäsche und der Waschmaschinen kommt oft nicht nur Mensch und Umwelt zugute, sondern senkt auch dauerhaft die Kosten im eigenen Betrieb, wie einige Beispiele zeigen.

Reparieren statt Entsorgen

Das Mehrwegprinzip ist zentraler Bestandteil des Mietservice-Konzepts von CWS-boco. Die Berufskleidung und Stoffhandtuchrollen werden in den eigenen Wäschereien gewaschen, repariert und instandgehalten. Der Textilservice kommt letztlich dem Gastronomen zugute, denn dieser muss sich neben dem Tagesgeschäft weder um den Waschprozess noch um die Instandhaltung und Neubeschaffung von Textilien kümmern. In der Produktion legt das Unternehmen Wert darauf, mit allen Lieferanten eine Vereinbarung zu schließen, die auf den Grundlagen der ILO-Kernarbeitsnorm basiert. Dieser Code of Conduct umfasst neben dem Verbot von Zwangs- und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie Vorgaben zum Umweltschutz auch eine Verpflichtung zur Durchsetzung seiner Zielvorgaben in tieferen Wertschöpfungsketten: Auf diese Weise kann CWS-boco aktiv zu einem sozialen Wandel beitragen. 2016 führte CWS-boco seine erste Fairtrade-Kollektion ein, mittlerweile sind es vier Berufskleidungskollektionen. Das macht das Unternehmen zu einem der größten Anbieter von Fairtrade-Berufskleidung in Deutschland und Europa. Allein 2016 wurden über 200 Tonnen Fairtrade-Baumwolle abgenommen. Die Baumwollbauern profitieren dabei von garantierten Mindestlöhnen und einer Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Gleichzeitig wird die Baumwolle umweltfreundlich produziert.

> www.cws-boco.de

Recycling für gesunden Schlaf

Besonders gut schläft der Gast mit dem Wissen, dass sich keinerlei giftige und chemische Mittel in seinen Laken, Decken- und Kopfkissenbezügen befinden. Zertifizierungen an den Textilien sind ihm ein dezenter Hinweis auf die Sicherheit und das aktive Engagement des Hoteliers. So die Pure Eco Linie von Blycolin: Die Bettwäsche aus 100 Prozent biologischer Fairtrade-Baumwolle wird innerhalb der gesamten Produktionskette unter kontrollierten Arbeitsbedingungen vollständig ökologisch hergestellt. Sie ist mit zwei Labels ausgezeichnet, die garantieren, dass die verwendete Baumwolle zu 100 Prozent organisch ist und aus fairem Handel (Fairtrade) stammt.

Zudem können Blycolin und BlueLOOP Originals mit der Mission, Abfalltextilien zu neuen Produkten zu verarbeiten, mit einem Recycling-Konzept der besonderen Art aufwarten: Comeback heißt das Konzept, bei dem Jeansstoffe für Hotelzimmer wiederverwertet werden. Nach der Sammlung von alten Jeanshosen werden diese zu kleinen Baumwollfasern zerhäckselt. Hierbei werden ebenfalls Reißverschlüsse und Knöpfe entfernt. Nach Abschluss dieses Prozesses sind von der alten Kleidung nur noch kleine blaue Fasern übrig. Diese Jeansfasern werden danach erneut zu einem Garn gesponnen und zu dem kräftigen Comeback-Stoff verwoben. Der Comeback-Stoff besteht aus getragenen Jeanshosen, Textilverschnitt, wiederverwerteten PET-Flaschen und neuem Polyester. So konnten bereits Bettvorleger und Zierkissen aus alten Jeansstoffen entstehen.

> www.blycolin.com

(Foto: Miele)

Smarte Kontrollfunktion

Findet die Reinigung im eigenen Betrieb statt, so gilt es, die Daten zum Waschprozess genau im Blick zu haben. Miele bietet seinen Kunden dazu eine App an: Mit der App, die zunächst für Android-Geräte verfügbar ist, lässt sich jederzeit mobil abrufen, welche Waschmaschinen gerade in Betrieb sind und wie lange deren Programme noch laufen. Störungen werden in Echtzeit automatisch angezeigt, sodass unverzüglich für Abhilfe gesorgt werden kann. Im Archivbereich lassen sich die Waschläufe mit ihren Programmen und deren Verbrauchswerten an Wasser und Energie über mehrere Tage hinweg aufrufen.

> www.miele-professional.de